Gesundete Corona-Patienten haben Blut gespendet, um Leben zu retten

Coronavirus

Sechs ehemalige Corona-Patienten, die alle als gesundet aus der Quarantäne entlassen wurden, sind dem Aufruf der Uniklinik Münster gefolgt. Das UKM will Abwehrstoffe aus dem Blut gewinnen.

Ahaus, Legden

21.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die sechs Freiwilligen spenden Blut für Corona-Patienten: (v. li.) Gunther Kersken, Reiner Bogenstahl, Johannes Witte, Dr. Heiner Blasum, Paul Plate und Klaus Lefering.

Die sechs Freiwilligen spenden Blut für Corona-Patienten: (v. li.) Gunther Kersken, Reiner Bogenstahl, Johannes Witte, Dr. Heiner Blasum, Paul Plate und Klaus Lefering. © KreisBorken

„Sechs Männer aus Ahaus-Wessum und Legden handeln vorbildlich. Sie unterstützen die Initiative vom Universitätsklinikum Münster“, teilte der Kreis Borken am Montag (20. April) mit.

„Wir wollen Menschen die Chance geben, die Coronavirus-Erkrankung zu überleben.“ Mit dieser Motivation folgen sechs ehemalige Corona-Patienten aus dem Kreisgebiet, die alle als gesundet aus der Quarantäne entlassen wurden, dem Aufruf des Universitätsklinikums Münster (UKM).

Das UKM ist aktuell auf der Suche nach Gesundeten für eine Blutspende. Ziel ist es, aus den Hyperimmun-Seren des Blutes der Spender die Abwehrstoffe zu isolieren und diese den aktuell Infizierten mit einem besonders schweren Krankheitsverlauf zu verabreichen, so das UKM.

„Wir versprechen uns davon lebensrettende Maßnahmen – momentan ist dies die einzige Therapiemöglichkeit“, so Dr. Heiner Blasum, Allgemeinmediziner aus Legden, und selbst einer der Gesundeten. Er und seine Freunde fühlten sich in der Zeit der Quarantäne durch das Kreisgesundheitsamt Borken und die örtlichen Ordnungsämter gut betreut, sodass sie nun etwas zurückgeben möchten.

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Das Kreisgesundheitsamt hatte die Gruppe über die Aktion des UKM informiert. Die Bereitschaft zur Teilnahme in der Gruppe war sofort sehr groß: Die sechs Männer meldeten sich beim UKM als Spender.

  • Weitere Freiwillige können sich dort per E-Mail: hepar@ukmuenster.de oder telefonisch unter Tel. 0251 / 83 57935 melden oder auf der Internetseite des UKM informieren.
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