Giftköder töteten Greifvögel

Untersuchung abgeschlossen

Der Verdacht auf Giftanschläge im Münsterland wurde bestätigt: Unbekannte haben im Kreis Borken an drei verschiedenen Stellen Giftköder ausgelegt und damit mindestens fünf geschützte Greifvögel getötet. Das hätten Untersuchungen bestätigt, teilte das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mit.

AHAUS/LEGDEN/VREDEN/HEEK

12.05.2016, 09:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Giftköder töteten Greifvögel

Ein Mäusebussard ist in Vreden mit Gift getötet worden.

Die toten Vögel wurden bereits Anfang April bei Legden, Vreden und Ahaus gefunden und zur Analyse dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Münster übergeben. 

Giftstoffe sind seit Jahren verboten

Am Mittwoch wurden die Ergebnisse bekannt: Ein bei Ahaus-Wessum aufgefundener Habicht sowie ein Mäusebussard aus dem Süden von Vreden wiesen tödliche Konzentrationen an Carbofuran in der Schnabelhöhle auf. Drei in der Feldflur bei Legden geborgene Mäusebussarde wurden mit dem Gift E605 (Parathion) getötet. Beide Giftstoffe sind in Deutschland seit Jahren verboten und sind auch für Menschen in geringen Mengen tödlich.  In Heek war ein Mäusebussard tot aufgefunden worden. Ob dieser Vogel auch vergiftet wurde, konnte nicht festgestellt werden.

Das Komitee und der Naturschutzbund (Nabu) Borken kündigten an, Strafanzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Für Hinweise, die zur Ergreifung eines Täters führen, wurde eine Belohnung von 2000 Euro ausgelobt.

Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei , Tel. (02561) 9260, in Verbindung zu setzen.

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