Gleicher Name, neues Haus

Bischof-Tenhumberg-Haus

Das Bischof-Tenhumberg-Haus hat eine neue Adresse: Nach 30 Jahren schließen sich Ende Juli zum letzten Mal die Türen des Wohnheims für Behinderte an der Hindenburgallee. Am Hessenweg geht gleichzeitig das neue Wohnheim in Betrieb. Am Mittwoch sollen die letzten Bewohner dort einziehen.

Ahaus

, 05.07.2016, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gleicher Name, neues Haus

Mit dem Pängelanton sind am Montagnachmittag die ersten Bewohner vom alten ins neue Bischof-Tenhumberg-Haus gefahren.

Auch wenn in dem Neubau am Hessenweg noch vieles nach Baustelle aussieht, die Zimmer der 24 Bewohner sind fertig. Der eigentliche Umzug läuft seit Montag. Mit dem Pängelanton sind die Bewohner der drei Wohngruppen vom alten Bischof-Tenhumberg-Haus ins neue gefahren. "Damit es ihnen leichter fällt, sich an das neue Haus und die neue Adresse zu gewöhnen", erklärte Elisabeth Bagus, Leiterin der Einrichtung.

Der Garten wird fehlen

Obwohl die vergangenen Tage und Wochen ziemlich stressig für die Mitarbeiter gewesen sind, hat sie ihre gute Laune bewahrt. "Da müssen wir jetzt eben durch", sagt sie mit einem Lächeln. Den Umzug sehen sie und ihre rund 30 Mitarbeiter dabei mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Natürlich hat sich in den 30 Jahren an der Hindenburgallee eine große Verbundenheit zu dem alten Haus aufgebaut. Auch der Garten und die Lagermöglichkeiten in Keller und Dachboden werden Mitarbeiter und Bewohner in Zukunft wohl vermissen. "Dafür funktioniert in dem neuen Haus, alles so, wie es soll und es entspricht den aktuellen Bestimmungen", erklärt die Leiterin. Das war nämlich der Hauptgrund für den Neubau: Das alte Haus hätte nur durch einen enormen Aufwand an aktuelle gesetzliche Vorgaben angepasst werden können. Eine dieser Vorgaben ist zum Beispiel, dass sich nur noch zwei Bewohner ein Badezimmer teilen sollen. "Das war so in dem alten Gebäude nicht umzusetzen", erzählt Elisabeth Bagus. Und auch die Haustechnik habe in dem alten Gebäude manchmal gerne gestreikt. Das soll nun alles der Vergangenheit angehören.

Helle, freundliche Räume

Die neuen Räume sind etwas kleiner. Jeder Quadratmeter ist genau durchgeplant. Helle, freundliche Räume sind es geworden. An allen Ecken und Enden sind gestern aber noch die Handwerker zu Gange. Die Bäder müssen noch ausgestattet werden, unzählige Steckdosen fehlen noch, die Maler werden wohl auch noch einmal wiederkommen und das Treppengeländer ist vorerst nur ein Provisorium. "Wir ziehen eben in einen Neubau. Da ist das doch ganz normal, dass nicht alles fertig ist", sagt Elisabeth Bagus.

Herbstbasar wird es nicht geben

Sie hofft, dass Ende des Monats alle Arbeiten am Gebäude abgeschlossen sind. Dann folgen noch die Außenanlagen. Die offizielle Eröffnung ist für den Herbst geplant. Eine klare Absage muss sie allerdings auch noch aussprechen: Den traditionellen Herbstbasar im Bischof-Tenhumberg-Haus wird es in diesem Jahr noch nicht wieder geben. "Die Bewohner sollen sich erst einmal einleben", sagt sie. Das scheint aber ganz gut zu klappen. Die Stimmung bei der ersten Wohngruppe, die von Montag auf gestern bereits im neuen Haus geschlafen hat, war gestern sehr gut.

Elisabeth Bagus freut sich, dass das alte Gebäude an der Hindenburgallee eine neue Nutzung bekommt. Dort soll eine Unterkunft für Flüchtlinge und ein Sozialkaufhaus entstehen. "Es fühlt sich gut an, dass das Haus nicht leerstehen oder abgerissen wird", sagt sie. Sie muss nun aber erst einmal nach vorne blicken: Es gibt noch viel zu tun.

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