Grauer Star, Augenlasern und Äthiopien

24.11.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>KAB-Vorsitzender Erich Kappel bedankt sich bei Dr. Gerl (l.).</p>

<p>KAB-Vorsitzender Erich Kappel bedankt sich bei Dr. Gerl (l.).</p>

Wüllen Was ist der Graue Star? Wie funktioniert Sehen? Welche Bedeutung hat die Netzhaut und welche Schädigungen können zur Erblindung führen? Über diese und viele weitere Themen referierte Dr. Ralf Gerl vor den Mitgliedern der KAB Wüllen, die sich um eine Betriebsführung in der Augenklinik bemüht hatten. Die Teilnehmer bekundeten reges Interesse an allen Themen und zeigten sich bei der Führung von der modernen Technik ebenso wie vom Ambiente der Klinik sehr beeindruckt. Auch freuten sie sich über die umfangreichen Informationen zu den verschiedenen Untersuchungsgeräten sowie den detaillierten Einblick und die eingehende Führung durch die Operationssäle. Die Besucher nutzten auch gerne die Möglichkeit über eigene Erfahrungen zu sprechen, wie zum Beispiel über den Sehtest beim Augenarzt oder Optiker, bei dem sie oft das Gefühl haben, dass es viel zu schnell gehe. Die KAB-Mitglieder erfuhren, dass diese Untersuchung so schnell gehen müsse, damit die Linse keine Zeit hat, sich zu verformen und damit das Ergebnis verfälscht wäre - für viele eines der zahlreichen "Aha"- Erlebnisse des Abends. Betroffen zeigten sich die Wüllener über die Lebenssituation der Menschen in Äthiopien. Gerl stellte anhand von Fotos den Alltag der ländlichen Bevölkerung dar, wie er ihn bei einer privaten Reise durch Äthiopien selbst erlebt hat. Er informierte auch über die Fortschritte beim Bau der Augenklinik in Chiro, durch die zukünftig über fünf Millionen Menschen Zugang zu augenmedizinischer Versorgung erhalten werden.

Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt der Christoffel Blindenmission und Ocunet, einem Zusammenschluss von Augenärzten. Dr. Gerl selbst wird im nächsten Mai vor Ort ehrenamtlich operieren und die äthiopischen Mitarbeiter ausbilden.

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