Hubschrauber-Einsatz ohne Erfolg: Täter flüchten mit fünf Armbanduhren

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In Alstätte kam es am Montagmorgen zu einem großen Polizeieinsatz. Mit Hubschrauber und Streifenwagen fahndeten die Beamten nach Einbrechern – bisher ohne Erfolg. Die Diebe erbeuteten fünf Uhren.

Ahaus

, 15.06.2020, 12:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Großeinsatz in Alstätte: Am Montagmorgen gegen 9.40 Uhr hat eine Anwohnerin der Högerstraße verdächtige Personen an einem Wohnhaus beobachtet. Dabei handelte es sich um Einbrecher, die sich gewaltsam Zugang verschafft und das Haus nach Wertgegenständen durchsucht hatten. Sofort alarmierten sie die Polizei. Die erschien mit mehreren Streifenwagen. Die Täter waren da aber schon – zunächst zu Fuß – auf der Flucht.

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Kurzfristig wurde daher entschieden, auch einen Hubschrauber bei der Fahndung einzusetzen. Dennoch konnten die Männer bis zum Montagabend nicht gefasst werden. Auch von der Beute (fünf Armbanduhren) fehlt weiter jede Spur. Zeugen beschreiben die Einbrecher wie folgt: Täter eins: männlich, circa 30 bis 40 Jahre alt, dunkle Haare, schlanke Statur, blaue Regenjacke, blaue Jeans. Täter zwei: männlich, circa 25 bis 35 Jahre alt, schwarze Haare, schwarze Lederjacke, blaue Jeans.

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Zeugen bemerkten zur Tatzeit am Alstätter Freibad ein verdächtiges dunkles Auto. Laut Polizei handelt es sich um einen dunkelblauen BMW der X-Reihe mit der Städtekennung „WF“ (Wolfenbüttel). Das Fahrzeug sei später mit mehreren Personen besetzt gesehen worden, auf die zum Teil die Täterbeschreibung passte. Die Polizei schließt aber nicht aus, dass das Auto oder die Kennzeichen zuvor gestohlen worden sind.

Großfahndung „kein ungewöhnliches Mittel“

Auf Nachfrage erklärte Thorsten Ohm von der Pressestelle der Kreispolizei Borken, dass die Großfahndung in einem solchen Fall kein ungewöhnliches Mittel sei: „Wenn bei einem Einbruch der Täter noch vor Ort ist und die Bedingungen es zulassen, kann auch der Hubschrauber hinzugezogen werden. In einer solchen Situation nutzt die Polizei alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel.“

Allerdings sprach auch Ohm von einer „untypischen Gesamtsituation“. Normalerweise stelle man Einbrüche erst im Nachgang fest. „Es ist ganz selten so, dass Einbrecher auf frischer Tat ertappt werden.“ In engem Austausch stand die Kreispolizei die ganze Zeit über mit den niederländischen Kollegen, da Alstätte direkt an der Grenze liegt. „Grundsätzlich stehen wir bei akuten Maßnahmen in ständigem Kontakt. Wir koordinieren das Vorgehen mit den Behörden des Nachbarlandes“, so Thorsten Ohm.

Die Kriminalinspektion bittet Zeugen, sich unter Tel. (02861) 9000 zu melden.

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