Gute Aussichten für Ahaus

Ahaus Wer den Monte Klamotte im Freizeitgelände Ork besteigt, blickt ins Grüne - allerdings ohne Fernsicht. Bäume und Blattwerk versperren den Ausblick. Das soll sich jetzt ändern: Ein Aussichtsturm soll den "Gipfel" krönen.

26.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Initiative zu diesem Projekt hatte der Verkehrsvereinsvorsitzende Rudi Mensing ergriffen. "Ich trage die Idee schon seit drei Jahrzehnten mit mir herum. Aber ich habe bis lang nie die Chance auf eine Verwirklichung gesehen." Unterdessen wuchs das Grün auf dem Hügel, unter dem die Trümmer des alten St. Marien-Krankenhauses begraben sind, immer weiter. In diesem Frühjahr beschloss der Verkehrsverein, Nägel mit Köpfen zu machen und legte mit 10 000 Euro aus seiner Rücklage den Grundstock für das rund 35 000 Euro teure Turmprojekt.

Rudi Mensing gelang es auch, weitere Unterstützer zu finden: Holzbau Terhalle lieferte den Plan und wird die Fachkräfte für den Turmbau kostenfrei stellen. Die Volksbank Gronau Ahaus sagte eine 5000-Euro-Spende zu. "Die Stadt Ahaus steht dem Projekt sehr positiv gegenüber", erklärte gestern der Erste Beigeordnete Hans-Georg Althoff. Der Ausschuss für Stadtentwicklung werde sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Projekt befassen. Althoff zeigte sich überzeugt davon, dass ein Weg gefunden werde, eine verbleibende Finanzierungslücke in Höhe von 11 000 Euro zu füllen. Mensings ursprüngliche Überlegungen sahen vor, den Turm in sechs Etagen zu errichten - eine für jeden Ortsteil. Doch dann wäre der Turm viel zu hoch und vor allem viel zu teuer geworden. Etwas Ortsteilverbindendes wird der "Torre Klamotte" dennoch haben. Mensing: "Bei klarer Sicht wird man wohl alle Kirchtürme der Stadt und der Dörfer sehen können." Darum soll auf der Aussichtsplattform des insgesamt elf Meter hohen Turms aus Lärchenholz auch ein Fernglas installiert werden. Die Fertigstellung ist für den Oktober geplant. Die 30 Jahre Wartezeit hat sich Mensing übrigens mit Blick auf ein Bruckner-Zitat geduldig ertragen: "Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament verwei-len." gro

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