Guten Morgen: Das Leben ist eine Warteschleife

Kolumne

In unserer Kolumne „Guten Morgen“ wünschen wir mit unterhaltsamen oder nachdenklichen Geschichten einen guten Start in den Tag. Heute geht es um Frust in der tagelangen Telefon-Warteschleife.

Ahaus

, 18.05.2021, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Frust in der Warteschleife: Glück hat, wer den Lautsprecher aktivieren und das Telefon so lange zur Seite legen kann.

Frust in der Warteschleife: Glück hat, wer den Lautsprecher aktivieren und das Telefon so lange zur Seite legen kann. © picture alliance / dpa

In Coronazeiten hat man viel Gelegenheit, sich in Geduld zu üben. Mit Abstand in der Warteschlange, ob beim Einkaufen oder beim Artzbesuch. Oder am Telefon in der Warteschleife. Viele Krankenhäuser sind aktuell für Besucher geschlossen. Verstehe ich. Aber so muss man man als Angehörige fast alles über die Telefonzentrale regeln. Und damit ist man ja nicht allein, das müssen alle anderen Angehörigen auch.

Und somit landet man in der Regel in der Warteschleife. Und wartet, und wartet. Das Telefon ist auf Lautsprecher gestellt, die Musik macht einen über die Zeit wahnsinnig. Dann das: Der versprochene Rückruf der Ärztin kommt auf dem anderen Handy an. Raten Sie mal, wann die Krankenhaus-Zentrale das Gespräch annimmt. Genau. Perfektes Timing.

„Hallo, Entschuldigung, ich habe ein anderes Gespräch in der Leitung, ich versuche es gleich noch mal!“ Auf eine neue Runde in der Wartschleife.

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