Händler und Gastronomen reagieren begeistert auf mögliche Öffnungen

Modellkommune Ahaus

Erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen könnten in Ahaus schon am 19. April umgesetzt werden. Vieles ist noch unklar, doch Händler und Gastronomen reagieren begeistert.

Ahaus

, 10.04.2021, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mathias Engels, zweiter Vorsitzender des Gewerbevereins Ahaus, am Freitagmittag – kurz nachdem Ahaus als Modellregion benannt wurde und erste vorsichtige Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Raum stehen.

Mathias Engels, zweiter Vorsitzender des Gewerbevereins Ahaus, am Freitagmittag – kurz nachdem Ahaus als Modellregion benannt wurde und erste vorsichtige Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Raum stehen. © Lisa Wissing

Ahaus ist Modellkommune und soll ab dem 19. April erste Maßnahmen vorsichtig lockern dürfen. Das hat NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitag verkündet.

Ein ausschlaggebender Punkt war dabei, das Konzept, das die Stadt Ahaus vorgelegt hat. Zentraler Punkt darin ist der hohe Grad der Digitalisierung. Ein Punkt, an dem beispielsweise Tobit-Labs-Gründer Tobias Groten die Stadt und ihre Menschen der Umgebung um locker zwei Jahre voraus sieht.

„Andere Kommunen beneiden uns!“

Davon ist auch Mathias Engels (Goldschmiede Engels) überzeugt. Wie viele andere Händler und Gastronomen ist der zweite Vorsitzende des Gewerbevereins begeistert: „Viele Menschen aus anderen Kommunen beneiden uns.“ Er habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass Ahaus Erfolg hat. „...weil nur Ahaus mit Hilfe von Tobit ein Stück weiter ist.“

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Deshalb sei die Entscheidung für Ahaus auch sehr verdient. Wenn in der Modellstadt dann die Gastronomie unter Vorgaben wieder ein Stückweit öffnen könne, „das wäre der Hammer“, sagt er. Der neue Status biete Ahaus die Chance, zu zeigen, was man kann. Allerdings dürfe man auch nicht leichtsinnig werden: „Man muss sich als Modellstadt auch bewähren.“

Details sind im Moment noch offen

Auch wenn die Details noch fehlen, bei den anderen Ahauser Geschäftsleuten trifft die Nachricht aus Düsseldorf ebenfalls auf ein durch die Bank positives Echo. Christian Drebber (Drebbers Hotel und Restaurant) sieht in einer vorsichtigen Öffnung den „einzig richtigen Weg“ und Ahaus ideal als Modellstadt geeignet: „Wir haben schließlich die größte Testdichte in ganz NRW.“

Für ihn ist jedenfalls klar, dass er dabei wäre, wenn er Gäste mit einem negativen Testergebnis wieder bewirten könnte. „Der Einzelhandel macht es ja vor, wie es gehen kann.“ Zumindest sieht er das „als einzige Möglichkeit, ein Stück Normalität zurück zu gewinnen an“. Allerdings müsse man natürlich erst sehen, wie und ob so etwas überhaupt funktioniert.

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Einer der Profiteure einer Lockerung wäre auch Kinobetreiber Dominik Paffrath: „Ahaus wird Modellstadt, da möchten wir natürlich mit unserem Cinetech-Kino auch einen Beitrag leisten.“ Er setzt dann auch ein großes Aber dahinter: „Allerdings müssten wir wohl auf ältere Filme zurückgreifen, neuere Filme starten weltweit zurzeit so gut wie gar nicht.“

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