Handwerker haben Hochsaison

Ahaus Fast jeden Tag gehen sie zur Aabachschule - mitten in den Ferien. «Das macht ja gerade Spaß», grinsen Niklas und Lea: Die Zwei haben den ganzen Pausenhof für sich, können mit Gummistiefeln durch Matsche waten, ohne dass jemand schimpft, und - am allerbesten -, drinnen müssen nicht sie arbeiten, sondern Erwachsene: Handwerker, die die offene Ganztagsschule einrichten.

02.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

«Die haben schon die ganze Treppe weggemacht», erklärt Niklas, der nach den Ferien in die zweite Klasse wechselt, und zeigt fachmännisch über einen gelben Container hinweg auf die geöffnete Eingangstür. Ob sie zum Schulbeginn dann ins Erdgeschoss rutschen müssen? Die ein Jahr ältere Lea hat da doch so ihre Zweifel.

Ewald Deckeling ebenfalls. Und der Architekt aus der Hochbauabteilung der Stadtverwaltung muss es genau wissen. «Wir haben das Haupttreppenhaus entfernt, damit die Ganztagsschule einen separaten Eingang erhalten kann», erklärt er. Der Aufgang bleibe aber an der gleichen Stelle. Für die neue Treppe haben die Handwerker gerade eingeschalt.

AHG aufs Dach steigen

Nicht nur in der Aabachschule gehen seit Beginn der Sommerferien die Handwerker ein und aus (Kosten der Maßnahme: 157 000 Euro). Auch die Georgschule in Ottenstein, die Kappenbergschule in Wessum und die Grundschule in Alstätte erhalten die baulichen Voraussetzungen für offenen Ganztagsbetrieb: Eingänge, Küchenzeilen und Essbereiche.

Die zweite schulische Großbaustelle ist im Alexander-Hegius-Gymnasium. Dort riecht es nach frischer Farbe: gelb und warm im Obergeschoss. Noch weiter oben wird ebenfalls gearbeitet: Dachdecker tauschen die mit den Jahren wackelig gewordene, braune Dachabschluss-, Trauf- und Giebelverkleidung aus.

Davon bekommen Niklas und Lea aber nichts mit. Egal - zu viel Schule in den Ferien ist nun auch nicht gut. sy-

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