Heimatliebe wird groß geschrieben

Bürgermeisterkandidat Christoph Almering

Als gebürtiger Wüllener beschäftigt sich der CDU-Bürgermeisterkandidat Christoph Almering mit genau dem, was ihm wichtig ist: mit seiner Heimat Ahaus. Sein Wahlprogramm bezieht dabei jeden einzelnen Stadtteil realistisch mit ein, er bringt alle an einen Tisch. Wie er sich die Zukunft seiner Stadt vorstellt, erläuterte er den Bürgern gestern Abend auf dem Reiterhof Wassing.

AHAUS/WESSUM

09.09.2015, 21:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gut gelaunt und bei schönstem Wetter ging es auf dem Drahtesel zum Hof Wassing in Wessum. Aus jedem Stadtteil radelten die interessierten Bürger an, um sich zum letzten Mal vor der Bürgermeisterwahl am Sonntag die Ideen von Christoph Almering anzuhören. Mit Bratwurst und Umtrunk waren die rund 220 Bürger versorgt, als CDU-Kreisgeschäftsführer Markus Jasper kameradschaftlich das Wort an Bürgermeisterkandidat Christoph Almering übergab. Auf die halb ernst gemeinte Frage, was er von der Pferdesteuer halte, antwortete dieser ähnlich im Spaß: "Ich werde mich natürlich dafür einsetzen, dass es hier vor Ort keine gibt, was soll ich hier auf einem Reiterhof auch anderes sagen?"

Nach Willkommensapplaus und anfänglichen Scherzen gelang der Einstieg in das Wahlprogramm fließend. Schwerpunktthemen in Ahaus seien unter anderem der Erhalt der Grundschulen, die weitere Entschuldung der Stadt sowie die fortschreitende Digitalisierung. Mit dem letzten Punkt sollte er sicher besonders den Nerv der ebenfalls zahlreich anwesenden Jugendlichen getroffen haben: "Eine Vergrößerung und vor allem die Modernisierung der Klassenräume an den Schulen sind uns wichtig", erklärten Hanna Büscherfeld und Sandra Brinkhaus einig. Weiterhin seien mehr Freizeitangebote in der Innenstadt von Ahaus gewünscht.

"Natürlich, eine Disko in Ahaus ist da immer Wunsch Nummer eins", lacht Almering auf Nachfrage, "aber ich möchte die Jugend genau dazu einladen: sagt selbst was ihr euch wünscht, bringt euch ein." Die Jugendarbeit sei ihm ohnehin eine Herzensangelegenheit. Und: die Modernisierung der Schulen sei ebenfalls ein wichtiger Punkt, der schon in Angriff genommen wurde und auch in Zukunft weiter voran gebracht werde.

Almerings Programm setzt jedoch vor allem auf die Berücksichtigung aller Ortsteile. Gemeinsam mit jedem Ortsvorsteher spricht Almering an diesem Abend Themenschwerpunkte an und stellt seine Lösungen vor.

Jeder Stadtteil eingebracht

In Graes seien das der Schulerhalt und die Erschließung von Wohnbauland, in Wessum Gewerbeflächen, in Ottenstein der Ausbau der offenen Ganztagsschule sowie die Dorfentwicklung, in Alstätte der Erhalt von Wohn-/ und Gewerbeflächen sowie die Windkraft, in Wüllen die Turnhalle und die Innenentwicklung, in der Ahauser Kernstadt schließlich der Erhalt der Fußgängerzone und des Einzelhandels.

"Ich bin nicht jemand, der erst gestern die Liebe zu dieser Stadt entdeckt hat." - Auf der Veranstaltung wirbt der Bürgermeisterkandidat ein letztes Mal vor der Wahl am Sonntag um Wähler und hat dabei die anwesenden Zuhörer auf seiner Seite.

Als großer Verfechter nähme der Hofbesitzer Wassing noch Wetten auf Almerings Sieg entgegen; "Onkel Jupp ist da sicher ein bisschen zu optimistisch", gibt der mit einem Grinsen zu. Nebenbei würden ebenfalls Vorbereitungen auf die Woche nach dem 13. September laufen.

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