Hunde im Anhänger gehalten?

Fall fürs Verwaltungsgericht

Draußen war es 30 Grad heiß, der Hundeanhänger stand in der prallen Sonne: Vor gut einem Jahr wurden auf dem Kirmesplatz von Ahaus drei Hunde aus ihren Transportboxen befreit. Die Tiere gehörten ausgerechnet einem Hobby-Hundezüchter. Seit Dienstag beschäftigt der Fall nun das Verwaltungsgericht.

MÜNSTER/AHAUS

von von Jörn Hartwich

, 12.11.2013, 20:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Doch genau das will der Hobby-Hundezüchter gar nicht getan haben. „Ich lasse meine Hunde doch nicht in einem Anhänger versauern“, sagte er vor Gericht. Nachts habe er sie auf seinem Privatgelände, tagsüber sei er mit ihnen auf dem Hundeplatz oder in der Natur. Dass der Kreis Borken ausgerechnet ihm Schwierigkeiten machen und drohen wolle, sei der „größte Humbug des Jahrhunderts“. Auf dem Kirmesplatz in Ahaus habe er im August 2012 nur gestanden, weil er zwei Termine gehabt habe – in der Bank und im Krankenhaus. Nur während dieser Zeit – und beim Mittagessen – seien die Hunde alleine im Anhänger gewesen. Dabei habe es sich jedoch um eine besonders isolierte und teure Thermo-Ausführung gehandelt.

Auch das Gericht hielt es nach vorläufiger Einschätzung am Ende nicht für ausreichend bewiesen, dass der Hobby-Züchter seine Hunde damals wirklich in den Anhängern gehalten hat. Es gibt aber auch Zeugen, die den Hundeanhänger gleich mehrfach am Halterner Stausee gesehen haben – immer auch mit Hunden. Ein Ehepaar hatte sich damals ebenfalls an das Veterinäramt gewandt. Ein Urteil soll in zwei Wochen ergehen.  Jörn Hartwich

Lesen Sie jetzt