Im Einsatz zählt jede Minute

Feuerwehr-Übung

Eine Staubexplosion, 65 Einsatzkräfte: Die Löschzüge der Feuerwehr in Wessum, Ottenstein und Alstätte haben den Ernstfall bei Herholz geprobt.

AHAUS

von Von Lena Beneke

, 02.10.2017 / Lesedauer: 3 min

Viel Staub, ein vermisster Arbeiter, ein zerstörter Technikraum und viel schweres Gerät der Feuerwehr, so sah am Wochenende die Übung der Wessumer Feuerwehr aus, an der sich auch die Löschzüge aus Ottenstein und Alstätte beteiligten.

„Ziel war es, einen größeren Brand zu bekämpfen. Und mit vielen Leuten gleichzeitig löschen zu können“, fasst der Wessumer Löschzugführer Hans Gerling den Zweck der Aktion zusammen. Daher war die Übung auch sehr groß angelegt – wie in jedem Herbst, das hat inzwischen Tradition.

Ausgedacht haben sich die Großübung zwei Mitarbeiter der Wessumer Feuerwehr. „Das passiert immer im Wechsel“, sagt Gerling. „Wo es hingeht, wissen die Kollegen dann nicht. Sie wissen nur, dass eine Übung angesetzt ist.“

Staubexplosion und Brand

Das Szenario diesmal: ein Einsatz bei der Firma Herholz an der Eichenallee. Für ihre Übung konnten die Löschzüge das Gelände und Lagerhallen der Firma nutzen. Die 65 Einsatzkräfte sollten zeigen, wie sie mit einer Staubexplosion umgehen, die – laut Drehplan – den Technikraum komplett zerlegt hat. Außerdem galt ein Arbeiter als vermisst – dargestellt in dieser Übung durch eine Puppe. Die mussten die Einsatzkräfte finden und retten. Ein gar nicht so einfaches Unterfangen.

Los ging es so: Bei Wartungsarbeiten an einer Kompressoranlage wurde Staub aufgewirbelt. Der hat sich dann durch einen Funken entzündet. Die Folge: eine Explosion und ein Brand im Produktionsbereich. Die Feuerwehr wird alarmiert. So nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die sich so tatsächlich hätte zutragen können.

Mit Atemschutzgeräten begann für einige Feuerwehrleute die Suche nach den Vermissen los, während andere Einsatzkräfte versuchten, die brennende Produktionshalle zu löschen. Auch forderten die Wessumer ihre Kollegen aus Ottenstein und Alstätte an, die dann als Unterstützung wenig später eintrafen.

Fazit gezogen

Auf die Übung folgte eine Nachbesprechung, in der die Feuerwehrleute ihren Einsatz reflektieren konnten. „In einem Einsatz zählt jeder Moment. Es hat alles geklappt, sogar ohne Pförtner, mit geschlossenen Toren. Die Abläufe waren gut“, resümiert Hans Gerling.

Am Wochenende waren neben den 65 Feuerwehrleuten, 35 davon aus Wessum, auch acht Fahrzeuge im Einsatz. Die nächsten Übungen der Löschzüge stehen übrigens schon am kommenden Wochenende in Alstätte und dann am 21. Oktober in Ottenstein an. Auch hier kooperieren die Ortslöschzüge wieder miteinander. Das machen sie schon sehr lange so, sagt Gerling, denn früher gehörten die Löschzüge zusammen und hatten eine gemeinsame Amtsübung.

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