Im Herbst 2015 soll in Ahaus eine Disko eröffnen

Erste Pläne vorgestellt

Ahaus soll eine neue Großraumdisko bekommen. In einer Größe, die es bisher in der Stadt noch nicht gegeben hat. Läuft alles nach Plan, öffnen sich die Türen über dem K+K-Markt noch in diesem Herbst. Hinter dem Projekt steckt wieder einmal Tobit-Chef Tobias Groten

AHAUS

, 22.04.2015, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Herbst 2015 soll in Ahaus eine Disko eröffnen

Seit Jahren steht der erste Stock zwischen Kino und K+K an der Bahnhofstraße leer. In den 1980er-Jahren gab es dort eine ganze Reihe von Diskotheken. Geht es nach Tobit-Chef Tobias Groten soll dort im Herbst ein neuer Club eröffnen.

„Es geht nicht darum, dass die jungen Menschen zwischen 16 und 29 nun nicht so weit bis zur nächsten Disko fahren müssen“, sagt Tobias Groten. Das würden sie sowieso tun. „Die fahren jede Woche in einen anderen Club. Nur Ahaus ist seit Jahren von dieser Tour ausgenommen“, so der Tobit-Chef. Das ist ihm ein Dorn im Auge. Ihm gehe es darum, dass Ahaus für die Menschen in diesem Alter etwas machen müsse. Denn sie seien die Zukunft.

"Kein anderer wollte es machen"

Auch wolle er nicht alles in der Stadt an sich reißen. „Diesen Vorwurf höre ich häufig“, sagt er. Aber wenn kein anderer in Ahaus in die Bresche springe, dann mache er es eben selbst. „Das habe ich auch so angekündigt, als vor einem Jahr das „Dive“ geschlossen hat“, sagt er. Das war sein Club an der Parallelstraße, der Anfang 2014 zum letzten Mal seine Türen geschlossen hat.

Damals habe er gesagt, dass er wieder einen Club oder eine Disko eröffnen wolle, wenn das innerhalb von zwei Jahren kein anderer mache. Und jetzt biete sich eben diese Gelegenheit.

Groten verfolgt mit seinen Plänen ein großes Ziel: „Wir werden alles tun, dass die 16-bis 29-Jährigen in Ahaus das finden, was sie suchen. „In besser“ als das, was sie in den Großstädten finden.“

Zu wenig Einsatz für Jugendliche

Er kritisiert, dass in Ahaus aktuell zu wenig für Jugendliche und junge Erwachsene getan wird. „Die Menschen aus den Swinging Sixties, den wilden 70ern und den verrückten 80ern sind die, die heute überall als Spaßbremse an der Macht sind“, sagte er.

So seien etwa neue Veranstaltungen kaum noch umzusetzen. Nur noch so genannte „Traditionsveranstaltungen“ würden genehmigt. „Aber wie soll eine neue Veranstaltung für ein jüngeres Publikum denn aus dem Stand schon eine Tradition haben“, so Groten.

"Planungsrechtlich spricht nichts dagegen"

K+K als Eigentümer des Gebäudes wollte die Pläne gestern nicht näher kommentieren und verwies zurück an Groten als Ansprechpartner. Der will eine Voranfrage in den kommenden Wochen bei der Verwaltung einreichen.

Dementsprechend kann auch das Rathaus zu den Plänen noch nichts genaues sagen. Nur so viel: „Planungsrechtlich spricht nichts gegen eine Diskothek an diesem Standort“, sagt Stefan Hilbring, Pressesprecher der Stadt Ahaus.

Natürlich müsse ein Betreiber zusätzlich auch Anforderungen wie Brand- und Lärmschutz, Statik, Gaststättenverordnung und viele weitere Anforderungen erfüllen. „Das wird geprüft, sobald ein Antrag vorliegt“, so Hilbring.

Die erste Etage im ehemaligen „Ahaus Center“ steht seit über 20 Jahren leer. Dort gab es früher bereits Diskotheken, Gaststätten sowie Kegel- und Bowlingbahnen. Lage und Ausführung seien ideal für einen Club, sagt Tobias Groten.
Auf über 2.000 Quadratmeter sollen nach aktueller Planung vier Floors und zwei Bars gebaut werden. Für wieviele Gäste der Club einmal ausgelegt wird, sei aktuell noch nicht klar.
Unter dem Arbeitstitel „Rent-a-Floor“ können sich DJs einen eigenen Dancefloor „mieten“, der dann während des Betriebs des Gesamtobjekts von ihnen geführt wird. Dazu profitieren sie direkt von den Umsätzen, die ihre Gäste dort machen. „Auch das ist vollkommen neu und eröffnet insbesondere Nachwuchs-DJs ganz neue Möglichkeiten „ins Geschäft“ zu kommen“, so Groten.
Dreh- und Angelpunkt des gesamten Betriebs ist wieder ein Computerprogramm von Tobit. Bei „Projekt M“ soll die Software „Chaynz“ von der Bewerbung der Veranstaltung über Personal-Acquise und -verteilung bis hin Ticketing, Abrechnung und Ablaufsteuerung alles abwickeln. „Wir werden zeigen, wie ein Unternehmen läuft, wenn man Software nicht ‚oben drauf‘ setzt, sondern im tiefsten Kern alles auf Software basiert“, so Groten.

 

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