Immer mehr Ahauser wählen per Brief

Vorbereitungen laufen

Der Wahlkampf geht in die heiße Phase: Noch vier Tage sind es bis zur Bürgermeisterwahl in Ahaus und die Vorbereitungen laufen bei der Stadt auf Hochtouren. Fast 3600 Ahauser haben ihre Wahlunterlagen bereits erhalten, denn sie haben Briefwahl beantragt. Die Münsterland Zeitung beantwortet alle wichtigen Fragen zur Briefwahl.

AHAUS

, 08.09.2015, 18:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Immer mehr Ahauser wählen per Brief

Stefanie Reers aus dem Wahlbüro zeigt die Wahlunterlagen. Im Wahlbüro kann man auch direkt wählen. gehring

Bereits 3600 Briefwahlanträge wurden bis gestern Morgen bei der Stadtverwaltung gestellt. Ist das viel?

Ja. "Bei der letzten Kommunalwahl hatten wir insgesamt 3600 Anträge", erklärt Werner Leuker, Leiter des Büros des Bürgermeisters und verantwortlich für die Organisation der Wahl. "Diese Zahl haben wir jetzt bereits erreicht und erfahrungsgemäß zieht die Zahl der Briefwahlanträge in der Woche vor der Wahl noch einmal an. Die Stadtverwaltung rechnet diesmal mit 4000 Briefwahlanträgen.

Wie viele Briefwähler haben ihren Antrag online auf der Homepage der Stadt beantragt?

Etwas über 20 Prozent haben ihren Antrag aus dem Internet heruntergeladen.

Bis wann kann man Briefwahlunterlagen noch beantragen?

Noch bis Freitag, 11. September, 18 Uhr, können Bürger die Briefwahlunterlagen im Wahlbüro der Stadt im Rathaus, Erdgeschoss, Zimmer 1, beantragen. Online ist der Antrag nur noch bis heute Mittag, 12 Uhr, möglich. "Denn diese Unterlagen müssen ja noch per Post zugeschickt werden und das würde nach Mittwoch zu knapp", erklärt Leuker.

Kann man Briefwahlunterlagen auch telefonisch bestellen?

Nein, ein Antrag per Telefon ist nicht möglich.

Bis wann muss der Stimmzettel spätestens bei der Stadt eingegangen sein?

Man muss die Unterlagen so rechtzeitig losschicken, dass sie bis spätestens Sonntag, 16 Uhr, bei der Stadt eingehen. Eingeschickt wird der rote Wahlbrief mit dem Stimmzettel im verschlossenen blauen Umschlag und dem unterschriebenen Wahlschein.

Ist es möglich, seinen Briefwahl-Stimmzettel persönlich im Wahlbüro vorbei zu bringen?

Ja. Das geht sogar noch am Wahlsonntag. Das Wahlbüro ist dann noch bis 16 Uhr geöffnet. Später eingehende Wahlbriefe werden nicht mehr berücksichtigt. Übrigens: Wer seinen Briefwahlantrag persönlich im Wahlbüro beantragt, erhält die Unterlagen sofort und kann, wenn er möchte, auch gleich vor Ort seine Stimme abgeben. Es gibt einen abgetrennten Bereich, sodass der Grundsatz der geheimen Wahl gewährleistet ist. Von diesem Angebot machen die Ahauser auch bereits reichlich Gebrauch. Leuker: "Das wird rege genutzt." Wichtig: Man muss seine Wahlberechtigungskarte mitbringen, um die Unterlagen zu erhalten.

Werden die Briefwahl-Stimmen schon vor der Schließung der Wahllokale ausgezählt?

Nein, die Urnen mit den Briefwahlstimmen bleiben bis zur Schließung der Wahllokale um 18 Uhr am Sonntag versiegelt.

Kann man als Briefwähler im Falle einer Stichwahl bei dieser dann auch wieder ganz normal im Wahllokal wählen gehen?

Ja, kann man schon. Falls man das wünscht, muss man es aber schon beim Antrag zur Briefwahl ausdrücklich sagen. Hat man das nicht getan, bekommt man als Briefwähler im Falle einer Stichwahl automatisch wieder Briefwahlunterlagen zugesandt. Das hat organisatorische Gründe.

Gibt es eigentlich mittlerweile einen stärkeren Trend zur Briefwahl?

Ja, zumindest ein leichter Trend ist auf kommunaler Ebene erkennbar, sagt Werner Leuker. Wesentlich mehr Briefwahlanträge gibt es aber bei Bundestags- oder Landtagswahlen, dort sei die Wahlbeteiligung aber auch höher.

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