Insolvenzverwalter will Filialen vorerst weiter betreiben

Buchhandlung Lesensart Rüdiger Wenk

Neun Tage nachdem die Buchhandlung Lesensart Rüdiger Wenk GmbH an der Wüllener Straße Insolvenz angemeldet hat, äußerte sich jetzt auch der Insolvenzverwalter aus Recklingshausen gegenüber der Münsterland Zeitung – allerdings nur schriftlich. Das Unternehmen hatte Anfang des Jahres 67 Weltbild-Filialen übernommen und vor einer Woche plötzlich Insolvenz angemeldet.

AHAUS

, 01.08.2015, 00:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Laut Insolvenzverwalter werde der Geschäftsbetrieb des Unternehmens zunächst fortgeführt. Zu dem Unternehmen gehörten bei Insolvenzantragstellung noch 55 von ursprünglich 67 Filialen. In der Erklärung heißt es weiter, dass die Verlagsgruppe Weltbild Anfang 2014 ein Insolvenzverfahren über ihr Vermögen eingeleitet hatte.

Löhne vorerst gesichert

Als erste Maßnahme sei durch den Insolvenzverwalter die zukünftige Leistung der Löhne und Gehälter der betroffenen Mitarbeiter sichergestellt worden: Dazu wurde die Genehmigung zur Insolvenzgeldvorfinanzierung bei der Bundesagentur für Arbeit eingeholt und die Finanzierung entsprechend gesichert. Die Löhne und Gehälter der ursprünglich 338 Mitarbeiter sind durch Insolvenzausfallgeld für drei Monate abgesichert.

Betriebsrat

Der Prozess der Sicherstellung der Löhne und Gehälter der betroffenen Mitarbeiter als auch erste Verfahrensschritte zur Fortführung des Unternehmens seien in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat der Buchhandlung Lesensart umgesetzt worden.

Weiterhin seien mit den Lieferanten Vereinbarungen getroffen worden, die zu einer Weiterbelieferung der Filialen führen. Trotz der eingeleiteten Maßnahmen sei in Einzelfällen Filialschließungen unabwendbar, da bestehende Nutzungsrechte bereits vor Stellung des Insolvenzantrags gekündigt worden und die Filialen durch das Unternehmen daher aus tatsächlichen Gründen zu räumen sind.

Die Ahauser Weltbild-Filiale in der Innenstadt ist von der Insolvenz nicht betroffen.

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