Irene-Sendler-Gesamtschule entlässt den ersten Abschlussjahrgang

rnEntlassschüler feiern Premiere

Die Irena-Sendler-Gesamtschule hatte jetzt doppelten Grund zu feiern. 167 Schüler wurden in einem festlichen Rahmen verabschiedet. Es war der erste Abschlussjahrgang der Schule überhaupt.

von Alex Piccin, Bernhard Gausling

Ahaus

, 01.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist ein besonderer Grund zum Feiern: Die Irena-Sendler-Gesamtschule (ISG) hat ihren ersten Abschlussjahrgang verabschiedet. Die Abschlussfeier begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St.-Mariä-Himmelfahrtkirche mit Pfarrer Heinrich Plaßmann. Nach dem Gottesdienst füllte sich die Stadthalle sehr bald.

Auf der mit vielen Blumen geschmückten Stadthallenbühne gab es einen Gitarren- Überraschungsbeitrag und mit viel Beifall wurde die Feier musikalisch eröffnet. Moderiert wurde sie von Nicola Fusco und Sebastian Glenz. Schulleiterin Margot Brügger blickte auf die Zeit an der Irena-Sendler-Gesamtschule zurück.

Ein Drittel in die Oberstufe

Ein Abschied ist es aber nicht für alle Schüler, denn ein knappes Drittel der Zehntklässler führt an der ISG seinen Bildungsweg in der Oberstufe fort. Die Schülerstärke in der Sekundarstufe I bleibt im kommenden Schuljahr im Großen und Ganzen gleich, denn für 167 Schüler, die ihren Abschluss feiern, rücken 165 Grundschüler in die fünften Klassen nach.

Die Gesamtschule bleibt damit auch im kommenden Jahr erster Anlaufpunkt für die Ahauser Noch-Viertklässler. Das ist zwar gegenüber dem aktuellen Schuljahr ein Rückgang von 30 Schülern, was im Grunde aber gar keine allzu schlechte Nachricht zu sein scheint.

Kreative Lösungen für 200 neue Schüler

Die ISG musste im vergangenen Jahr kreative Lösungen finden, um knapp 200 neue Fünftklässler unterzubringen. „Sieben Eingangsklassen können wir nicht jedes Jahr stemmen“, sagt Schulleiterin Margot Brügger. Mit intelligenten Stundenplänen und Doppelnutzungen der Klassenräume wurde die ISG den Lern- und Lehranforderungen gerecht.

Den regen Zulauf macht Brügger an diversen Kriterien fest, welche die ISG ihren Schülern bietet: „Sie können ihr eigenes Profil bilden. Beispielsweise muss bei uns ab der sechsten Klasse nicht eine zweite Fremdsprache gewählt werden.“ Das soziale Lernen spiele an der ISG eine wesentliche Rolle: „Unsere Klassenzusammensetzung ist wie ein Spiegelbild der Gesellschaft.“ Die Kinder lernen so den Umgang mit unterschiedlichsten Menschentypen.

Gesamtschule ist in Alstätte besonders beliebt

Von der Katharinenschule in Alstätte setzt praktisch jeder zweite Viertklässler seine Schullaufbahn an der ISG fort, nämlich 29 von 60 Abgängern. Das ist prozentual der größte Anteil bei den Ahauser Grundschulen. Der Beliebtheitstrend aus den Vorjahren setzt sich damit fort. Margot Brügger hat mit Blick auf die Zehntklässler eine Vermutung, warum das so ist: „Dieses Jahr haben wir erstmals einen Abschlussjahrgang. Dieser kam 2013 zu uns und viele Alstätter Eltern sind von unserem Konzept offenbar so überzeugt, dass sie es anderen Eltern empfehlen.“

Besagter Abschlussjahrgang besteht aus 167 Schülern, die zum Ende dieses Schuljahres ihre zweite Bildungsetappe abschließen, 64 von ihnen mit der Mittleren Reife mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Diese werden 51 von ihnen auch an der ISG in Angriff nehmen. Sie können sich vor Beginn des neuen Schuljahres entscheiden, ob sie ihr Abitur nach G8 oder G9 machen möchten.

59 Mal Mittlere Reife

59 Schüler erreichten die Mittlere Reife, 36 den Hauptschulabschluss nach Jahrgang 10, zwei nach Jahrgang 9. Sechs Schüler mit Förderschwerpunkt Lernen schafften ebenfalls ihren Schulabschluss. „52 Schüler haben einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen, sieben absolvieren ein Auslandsjahr“, berichtet Margot Brügger.

Ansprachen der Bürgermeisterin Karola Voß, des Elternvertreters Udo Wesbuersowie der Schülervertreterinnen Thaynar Rebecca Kamper und Eva Maria Leesker blickten mal amüsant, mal nachdenklich auf die Wechselfälle der Schulzeit und auf die Chancen der Zukunft.

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