„Ist doch Ehrensache“ Ottensteiner Josef Osterhues (76) und das gute Gefühl beim Vorangehen

„Vereinsmensch“ Josef Osterhues erlebte im Ehrenamt viele Dinge, die ihn bis heute prägen.
„Vereinsmensch“ Josef Osterhues erlebte im Ehrenamt viele Dinge, die ihn bis heute prägen. © Stadt Ahaus
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Um die große Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements in Ahaus und Ortsteilen sichtbar zu machen, stellt die Redaktion mit der Freiwilligen-Agentur „Handfest“ und der Stadt Ahaus einige Ehrenamtler vor. Und der Ottensteiner Josef Osterhues ist Vereinsmensch durch und durch, wie es in der Pressemitteilung der Stadt Ahaus heißt.

Die Anfänge seines Engagements waren in der CAJ Wüllen, es folgten verschiedene Stationen. Ob als Vorsitzender der KAB St. Josef Ottenstein, in politischen Ämtern im Rat der Stadt Ahaus und im Kreistag oder auch im Karnevalsverein – Josef Osterhues war schon immer engagiert. Zurzeit ist er Vorstandsmitglied der Senioren-Union im Stadtverband Ahaus und Vorsitzender der Seniorengemeinschaft St. Georg Ottenstein.

27 Jahre lang hat er die KAB Ottenstein als Vorsitzender geführt. Ein großes Herzensprojekt von ihm und seiner Frau waren die KAB Reisen. Unter dem Motto „Gemeinsam mit Freunden unterwegs“ haben sie 40 Jahre lang Reisen innerhalb von Deutschland und auch weltweit durchgeführt. Auch heute gibt es noch Reiseangebote für ältere Menschen.

„Vereinsarbeit ist Teamarbeit und diese gemeinsame Arbeit macht mir unglaublich viel Freude. Ganz wichtig: Man kann das nicht alleine schaffen – es braucht schon eine gute Zusammenarbeit im Team“, erklärt Osterhues sein Credo.

Josef Osterhues ist engagiert

Es brauche aber auch einen, der vorangehe. Diese Rolle übernimmt Josef Osterhues gerne, denn sein ehrenamtliches Engagement hat ihm immer wieder die Gelegenheit gegeben, Dinge in der Gesellschaft zu bewegen und Verantwortung zu übernehmen. „Es gibt mir einfach ein gutes Gefühl, Menschen kennenzulernen, für andere etwas zu tun und so meinen Beitrag dazu zu leisten, die Welt ein kleines Stück besser zu machen“, so der 76-Jährige.

Wer so lange im Ehrenamt tätig ist, kann aus einem echten Fundus an Erinnerungen schöpfen. Besonders im Gedächtnis geblieben ist ihm zum Beispiel der Besuch des Soldatenfriedhofs in Novgorod 2008.

Zum Thema

Die Porträts der Ahauser Ehrenamtlichen werden auf der Website der Stadt Ahaus und Website von „Handfest“ veröffentlicht. Mehr Informationen dazu unter gibt es online auf www.stadt-ahaus.de

„Bei der Gedenkfeier haben wir als Zeichen der Versöhnung ein Gebet gesprochen. Mitgebracht hatten wir Heimaterde aus Ottenstein in Gedenken an unsere gefallenen Soldaten. Wenn ich an diesen Moment denke, treibt es mir heute noch Tränen in die Augen“, sagt der Ottensteiner.

Ähnlich erging es ihm 2016 in New York am 9/11-Memorial. „Mit unserer Reiseleitung vor Ort versammelten wir uns an der Gedenkstätte und sie erzählte von dem Ereignis. Als KAB unterwegs hielten wir auch hier inne und gedachten der unzähligen Verstorbenen. Das sind Momente, die man sicherlich nur in einer Gruppe so intensiv erlebt und nie vergisst. Und dafür bin ich sehr dankbar“, schaut Josef Osterhues gerne zurück.