Jugendarbeit im Reich der Mitte

Ahaus/Kreis Wie funktioniert die Jugendarbeit in China? Wie funktioniert sie in Deutschland? Über diese Fragen spricht derzeit Stefan Heling aus Ahaus mit Vertretern des allchinesischen Jugendverbandes.

17.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend im Kreis Borken hat nach sechs Tagen und drei mehrstündigen Inlandsflügen in China nun die Haupt- und Olympiastadt Peking in Richtung Shanghai verlassen.

Seit der allchinesische Jugendverband die deutsche Delegation in der vorherigen Woche mit einem Festbankett begrüßt hat, steht eine Vielfalt an Programmpunkten für die deutsche Delegation auf dem Programm. Im Besonderen erfahren die Teilnehmer, alle aus den Reihen der deutschen Jugendverbands- und Vereinsarbeit, viel über die sozialen und karitativen Einrichtungen der chinesischen Regierung.

Parallelen entdeckt

Besucht wurden unter anderem bisher die Ministerien für Umweltschutz, für Zivilverwaltung und verschiedene Büros der politischen Jugendarbeit. Ebenso karitative Trägerorganisationen wie eine Stiftung für Armenhilfe und eine Stiftung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Dort sieht Heling bereits deutliche Parallelen zur deutschen Jugendverbandslandschaft. "Viele unserer Projekte wären ohne Stiftungen nicht möglich gewesen. Big Bagger, Soli-Tour - an allen Großprojekten sind Stiftungen beteiligt." Immer mehr Jugendverbände gründeten eigene Stiftungen. Diesen Trend gebe es auch in China, berichtet Heling.

Reiche Kultur

Überwältigend sei aber auch die Kultur der Chinesen, die Bauwerke und die damit verbundene Geschichte des riesigen Landes. "Nicht weniger interessant ist der Umgang mit der Religion", so Heling weiter. "In China haben es die Christen und Katholiken nicht immer leicht, erfahren aber großen Zuspruch, der Buddhismus ist weit verbreitet, und es gibt dort auch den islamischen Glauben".

Für die verbleibenden Tage stehen noch persönliche Zusammenkünfte mit jungen Berufstätigen und chinesischen Schülern auf dem Programm, bevor das erste Jugendaustauschprogramm der chinesischen und deutschen Regierung in der Millionenmetropole Shanghai endet.

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