Julian Kappmeier (29) setzt in seiner Galerie auf die schönen Dinge

rnGalerie in Ahaus

Julian Kappmeier wagt den Schritt: Er macht sich als Galerist selbstständig. In Ahaus an der Wallstraße will er mit Kunst und schönen Dingen erfreuen. Trotz oder gerade wegen Corona.

Ahaus

, 25.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kunst hat Julian Kappmeier schon immer interessiert. Auch wenn es ihn erst in eine andere kreative Richtung, in die Modewelt, gezogen hat: Jetzt ist der Ochtruper beruflich dort angekommen, wo er sich privat seit jungen Jahren zuhause fühlt. Er eröffnet am 1. Oktober an der Wallstraße 4 (früher Dora Albers) eine Galerie.

Eine Woche vor der Eröffnung ist in dem großen Raum mit viel Tageslicht schon einiges von dem zu sehen, was Julian Kappmeier in Ahaus anbieten wird. Es geht um die schönen Dinge. Bilder – viele von regionalen Künstlern. Ungewöhnliche Lampen. Spiegel, die er auf Maß fertigt. Und Rahmen in jeder erdenklichen Farbe und Form.

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Da kommt dem 29-Jährigen seine erste berufliche Ausbildung entgegen. Julian Kappmeier machte 2010 in Ochtrup Abitur und absolvierte im Anschluss ein duales Studium: Der handwerkliche Teil war die Ausbildung zum Damenschneider, dazu studierte er Modedesign in Hannover. Und eine Ausbildung zum Kürschner hängte er an und arbeitete einige Jahre in Münster bei der Kürschnerei und erhielt so Einblicke darin, was dazu gehört, ein Geschäft zu führen.

Viele Kontakte zu regionalen und internationalen Künstlern

„Und dann wollte ich lieber meine privaten Ambitionen beruflich leben“, blickt Kappmeier lachend zurück. Zwei Wochen nach seiner Entscheidung kam der Lockdown wegen der Corona-Pandemie. Aber er blieb dabei. „Es bringt ja nichts, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagt er.

Durch sein privates Interesse an Kunst und seine Sammelleidenschaft konnte er auf viele regionale, bundesweite und auch internationale Kontakte zurückgreifen.

Bunte Lebensfreude vermittelt der Künstler Leon in seinen Werken, von denen Julian Kappmeier limitierte Drucke anbietet. Ein Ahaus-Bild hat der Galerist schon in Auftrag gegeben. „Gute Laune, das ist wichtig in dieser Zeit“, betont der Ochtruper.

Kunst, Rahmen und schöne Dinge in der Galerie

Werke der Emsdettener Künstlerin Barbara Feiden hat der Galerist im Angebot, Drechselarbeiten von Johannes Lammers aus Nienborg, Lampen-Unikate eines Künstlers aus Ochtrup ebenso. Von abstrakten bis hin zu naturalistischen Werken, von Originalen bis hin zu Drucken will der Galerist eine große Bandbreite anbieten in seiner Galerie.

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Zu Beginn des kommenden Jahres hat Julian Kappmeier eine Ausstellung mit Werken des Düsseldorfer Künstlers Frank Esser geplant, auch die beiden Ochtruper Fotografen Chris Tettke und Steffi Herrmann sollen an der Wallstraße ausstellen.

Bilder gut in Szene setzen

Auch dann wird er Wert auf gut gerahmte Bilder legen. Er hat ein künstlerisch-kreatives Auge und weiß, dass es ganz viele Möglichkeiten gibt, ein Bild gut in Szene zu setzen. 300 Musterwinkel für Rahmen hat er zur Auswahl, in der eigenen Werkstatt wird er dann Bilder rahmen. Auch selbst gemalte Bilder oder selbst gemachte Fotos sowie auch Spiegel.

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