Karola Voß nimmt Dienst auf

Neue Bürgermeisterin

Tag eins für Karola Voß. Gestern hat die neue Bürgermeisterin von Ahaus ihr Büro bezogen und sich ihren Mitarbeitern im Rathaus vorgestellt. "Ein durchweg sehr netter Empfang", sagt sie. Die kommenden Tage und Wochen stehen für sie ganz im Zeichen der Einarbeitung. In einer Woche leitet sie ihre erste Ratssitzung.

AHAUS

, 21.10.2015, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Karola Voß nimmt Dienst auf

Karola Voß hat ihr Büro bezogen. Eine knappe Woche bleibt ihr bis zu ihrer ersten Ratssitzung.

Kurz vor Mittag im Bürgermeisterbüro, einige Stunden ist sie da bereits im Amt. Die Schilder an der Tür sind schon ausgetauscht, einige Blumensträuße stehen auf den Tischen. Ansonsten wirkt das Büro noch ein wenig kahl. Doch da ist schon etwas, dass sie anders macht, als ihr Vorgänger Felix Büter nur einen Tag zuvor: Das obligatorische Bild am Schreibtisch will sie partout nicht von sich machen lassen.

Für die inhaltliche Arbeit und ihre Zielsetzung bittet sie sich aber noch etwas Zeit aus. "Bis Weihnachten möchte ich in allen Themen auf der Höhe sein", sagt sie.

Keine Sachbearbeiterin

Felix Büter habe eine hervorragende Fachkenntnis in allen Bereichen der Verwaltung gehabt. "Das ist aber gar nicht mein Anspruch", sagt Voß und erklärt dann: "Ich möchte nicht als oberste Sachbearbeiterin im Rathaus gelten. Dafür gibt es die Fachleute in den einzelnen Abteilungen und im Verwaltungsvorstand."

Ihre Stärke sei die Kommunikation und die Moderation. Sowohl in der Verwaltung, als auch im Rat oder gegenüber den Ahausern. Deswegen sei es für sie nun in den ersten Tagen auch extrem wichtig, sich im Rathaus und den Mitarbeitern vorzustellen. Ihr sei wichtig, zunächst kennenzulernen, wie die Kommunikation im Rathaus funktioniert, wo die Kompetenzen und Zuständigkeiten liegen.

Moderierende Rolle

Diese erste Begegnung steht für sie auch in Richtung des Rates ganz oben auf der Agenda. "Einige Ratsmitglieder sind mir schon bekannt. Andere noch gar nicht", so Voß. Auch im Rat sieht sie sich eher in einer moderierenden Rolle. "Da möchte ich als parteilose Bürgermeisterin schon andere Akzente setzen", sagt sie. Sie lobt aber auch Büters Leitung der Sitzungen: "Er hat immer durch hohe Kompetenz und Souveränität geglänzt", sagt sie.

Sie wünscht sich, dass in Zukunft auch das Interesse der Ahauser an der Arbeit der Verwaltung noch mehr gefördert werden kann. "Spätestens wenn eine Entscheidung das Leben vor der eigenen Haustür betrifft, sind die Leute ja jetzt schon brennend interessiert", sagt sie. Das sei so auch verständlich und in Ordnung. Durch mehr und offenere Kommunikation könne dieses Interesse aber sicher noch ausgebaut werden.

Erste Ratssitzung

Viel Zeit, um sich einzuarbeiten, bleibt ihr nicht trotzdem nicht mehr. Am kommenden Donnerstag wird sie ihre erste Ratssitzung leiten. Dort wird sie auch ihren Amtseid ablegen. Ein Termin, dem sie schon mit einiger Aufregung entgegenblickt. Das sei schließlich ein feierlicher Anlass, sagt sie. Doch auch einem Fehler oder Versprecher blickt sie recht gelassen entgegen. "Ich bin keine Perfektionistin", sagt sie.

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