Karola Voß setzt auf enge Zusammenarbeit

Zukünftige Bügermeisterin

Karola Voß, die zukünftige Bürgermeisterin von Ahaus, feiert ihr Wahlergebnis und ist davon immer noch schwer beeindruckt. Währenddessen blickt aber auch der Wahlverlierer Christoph Almering in die Zukunft: Sowohl seine Position in der Verwaltung als auch seine Mitgliedschaft in der CDU stehen für ihn nicht zur Diskussion.

AHAUS

, 28.09.2015, 18:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wirklich fassen konnte Voß ihr Ergebnis gestern noch nicht. "Das wird auch wohl noch etwas dauern", sagte sie am Telefon. Den zurückliegenden Wahlkampf empfindet sie als sehr fair: "Natürlich werden im Wahlkampf auch die Ellenbogen ausgefahren", sagte sie. Der Kampf gehöre aber eben einfach dazu.

Auch in der zukünftigen Zusammenarbeit mit ihrem Konkurrenten Christoph Almering sah sie kein Problem: "Ich werde mit ihm sprechen und den Wahlkampf Revue passieren lassen. Mein Ziel ist, mit ihm gemeinsam für Ahaus zu arbeiten", sagte sie. Ein wichtiges Anliegen sei ihr, junge Menschen für kommunale Themen zu interessieren und zu begeistern.

Guter Rückhalt

In Richtung Rat machte sich Voß keine Sorgen. Natürlich müsse man sich erst gegenseitig kennenlernen, doch dann werde die Zusammenarbeit funktionieren. "Ich werde einen guten Rückhalt im Rat bekommen", sagte sie. Auch bei den Sachthemen gehe sie davon aus, dass sie schnell einvernehmliche Lösungen finden werde. Eine konkrete Aufgabenliste für die erste Zeit in der Ahauser Verwaltung habe sie noch nicht. "Die entwickle ich in der nächsten Zeit. Zunächst muss ich noch meine Stelle in Borken richtig abschließen", sagte sie.

Beim gescheiterten CDU-Kandidaten Christoph Almering saß gestern die Enttäuschung noch tief. Er stehe jedoch zu seinem Amt als Verwaltungsvorstand. Die Zusammenarbeit mit Karola Voß - seiner Gegnerin im Wahlkampf - sei sicherlich eine außergewöhnliche Situation, sie sei jedoch zu meistern.

Keine Erklärung

Auch der CDU werde er weiter angehören. "Dass ich bis kurz vor der Wahl kein CDU-Mitglied war, hatte nichts mit der Wahl zu tun", sagt er. Auch vorher habe er der CDU schon nahe gestanden, wegen seines ehemaligen Berufs als Chefredakteur des Magazins "Wirtschaft aktuell" jedoch auf eine Mitgliedschaft verzichtet. Die Gründe für sein schlechtes Abschneiden kann er sich noch nicht erklären. "Wir hatten ein ausgereiftes Programm, doch das hat offenbar keine Rolle gespielt."

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