Kindergarten wächst

Ahaus Bunt flattern die bunten Bänder vor blauem Himmel. Und gespannt recken die Kinder ihre Hälse, als hoch oben auf dem Dach der Zimmermann seinen Richtspruch ruft. Die integrative Friedrich-Fröbel-Kindertagesstätte am Asternweg wächst.

15.02.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Zimmermann Michael Knob beobachtet nach dem Richtspruch die Fröbel-Kinder, die ihm mit dem Hammer nacheifern. Anschließend feierten Eltern, Erzieher und Kinder mit Orangensaft und Salzstangen Richtfest. Grothues</p>

<p>Zimmermann Michael Knob beobachtet nach dem Richtspruch die Fröbel-Kinder, die ihm mit dem Hammer nacheifern. Anschließend feierten Eltern, Erzieher und Kinder mit Orangensaft und Salzstangen Richtfest. Grothues</p>

Ein 120 Quadratmeter großer Anbau schafft Platz für zwei Therapieräume und ein Büro. Mitte Mai sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Innerhalb der Kindertagesstätte hat sich im Laufe des letzten Jahres viel verändert. Die Diakonische Stiftung Wittekindshof hat die Trägerschaft der Kindertagesstätte von der Evangelischen Kirchengemeinde übernommen. Zwei Gruppen aus dem Heilpädagogischen Kindergarten Die Arche in Alstätte sind inzwischen hier eingezogen. Die Kindertagesstätte hat sich damit zu einer integrativen Einrichtung für Kinder mit und ohne Behinderungen entwickelt.

Auch bisher schon kommen Therapeuten in die Kindertagesstätte, so dass die Kinder die auf Rezept verordnete Ergo- und Physiotherapie sowie Logopädie in der Kindertagesstätte erhalten. Ab Mitte Mai stehen dafür die neuen Therapieräume zur Verfügung. "Wir werden dann wieder mehr Platz zum Spielen, für gezielte Einzelförderungen, Kleingruppenarbeit und Projekte haben", freut sich Oliver Gottschalk, der stellvertretende Leiter der Kindertagesstätte.

Durch die Aufnahme der beiden heilpädagogischen Gruppen aus der Arche sinkt die Gesamtzahl der Kinder, aber es steigt die Anzahl der Mitarbeiter. "Kinder mit Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen brauchen mehr Betreuung, Begleitung und Förderung. Außerdem verkleinern wir die Gruppen und bieten im neuen Kindergartenjahr auch eine rein heilpädagogische Gruppe vor allem für Kindern, die sich in größeren Gruppen nicht so gut orientieren können, an", erklärt Oliver Gottschalk.

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