Klassenraum am Haken

Schulzentrum: Container-Abbau

Erich Kästners Roman „Das fliegende Klassenzimmer“ könnte auch in Ahaus spielen: Mitarbeiter einer Fachfirma aus Kehl bauen derzeit die Container am Schulzentrum im Vestert ab. Mit Hilfe eines Krans werden die Module auf Sattelauflieger gehoben und abtransportiert.

AHAUS

, 07.08.2017, 18:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mitarbeiter einer Fachfirma aus Kehl bauen die nicht mehr benötigten Container am Schulzentrum im Vestert ab.

Mitarbeiter einer Fachfirma aus Kehl bauen die nicht mehr benötigten Container am Schulzentrum im Vestert ab.

Vor zweieinhalb Jahren ließ die Stadtverwaltung die angemieteten Container aufstellen. „Wir benötigten seinerzeit Platz für drei Schulsysteme im Vestert. Für Schüler der damaligen Franziskus-Hauptschule, für die im Aufbau befindliche Gesamtschule und für die Realschule im Vestert“, erklärte Beigeordneter Werner Leuker am Montag auf Anfrage unserer Redaktion. Wobei die Realschule ausläuft – ein Schicksal, das sie mit der Hauptschule teilt.

Sieben Klassen

Die Schülerzahlen waren damals so groß, dass im Gebäude nicht alle Klassen unterrichtet werden konnten. Deshalb sei die Raumnot „temporär“ mit Containern aufgefangen worden, erklärte Leuker. Ein Anbieter aus Kehl stellte Pavillons für sieben Klassen und zwei Differenzierungsräume auf. Werner Leuker: „Das war die kostengünstigste Lösung.“ Eine Lösung, auf die die Stadt zum neuen Schuljahr 2017/18 verzichten kann. „Durch den gerade weggefallenen Jahrgang stehen uns im Schulgebäude für das neue Schuljahr alle benötigten Räume zur Verfügung.“ Der Abbau der Container in den Ferien ist übrigens nicht die einzige Baumaßnahme am Schulzentrum.

7,66 Millionen Euro

Die Stadt verbaut in diesem Jahr zwecks Sanierung weitere 2,55 Millionen Euro von insgesamt 7,66 Millionen Euro. Vorgesehen sind: der Bau einer zweiten Lehrküche, die Erneuerung des naturwissenschaftlichen Klassentraktes, Akustikmaßnahmen im Forum und eine Fassadenerneuerung. Arbeiten, die voraussichtlich erst Ende dieses Jahres abgeschlossen sind. 2018 folgt abschließend der Umbau des Lehrerzimmers und der Verwaltung der Realschule.

Über 1300 Schüler

Was am meisten Baulärm verursacht und den Unterricht stört, wird in den Ferien erledigt. Leuker: „Die Fassadenarbeiten können auch in den Schulzeiten vorgenommen werden.“ Allerdings ist der Bauzeitenplan eng gesteckt. „Bereits geringe zeitliche Verschiebungen können auf die Folgearbeiten erhebliche Auswirkungen haben“, hatte die Verwaltung den Lokalpolitikern bei Beratungen zum Thema mitgeteilt. Die (neue) Gesamtschule Ahaus nahm ihren Betrieb im Schulkomplex zum Schuljahr 2013/14 auf. Sie löst die Realschule im Vestert und die Franziskus-Hauptschule ab. Voll ausgebaut wird die Schülerzahl an der Gesamtschule in der Sekundarstufe I bei etwa 1100 Schülern liegen. Für die Sekundarstufe II werden etwa 220 Schüler erwartet.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt