Kleinkinder werden in Ahaus und Alstätte mit speziellem Lutscher getestet

Lollipop-Test

Für kleine Kinder sind sie wesentlich angenehmer und für Eltern stressfreier: die Lollipop-Tests, die bald an Corona-Teststationen am Ahauser Krankenhaus und in Alstätte angeboten werden.

Ahaus

06.05.2021, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
So wie hier sollen auch Kleinkinder in Ahaus und Alstätte mit dem Lollipoptest getestet werden.

So wie hier sollen auch Kleinkinder in Ahaus und Alstätte mit dem Lollipop-Test getestet werden. © AFP

Nachdem die Corona-Schnelltest-Stationen am St. Marien-Krankenhaus Ahaus und im Gesundheitszentrum Westmünsterland in Alstätte im April eröffneten und seither rege genutzt werden, erweitert das Klinikum Westmünsterland nun sein dortiges Schnelltest-Angebot. Ab sofort werden an beiden Teststationen sogenannte „Lollipop-Tests“ angeboten, schreibt das Klinikum Westmünsterland in einer Pressemitteilung.

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Das Angebot richte sich speziell an Kleinkinder. Diese Antigen-Schnelltestvariante sei für Kinder weniger unangenehm als die Probeentnahme über die Nase oder den Rachen. Der Lollipop-Test soll insbesondere die Hemmschwelle bei Eltern zur Testung ihrer Nachkömmlinge reduzieren, die einen Nasen-Abstrich bei ihren Kindern bislang ablehnten oder deren Kinder die Probeentnahme verweigerten.

Geschmacksneutrale Lutscher

Der Test müsse für 25 Sekunden im vorderen Mundbereich bewegt werden, damit er über einen Tupfer an verschiedenen Stellen Speichelflüssigkeit aufnehmen könne. Die Auswertung des Lollipop-Tests erfolge dann nach identischem Schema wie bei den übrigen Antigen-Tests, heißt es in der Mitteilung. Nach Angaben des Herstellers sei der Test geschmacklos und anders als ein echter Lollipop nicht süß, sodass keine Kariesgefahr für die Kinder bestehe.

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Der Test dürfe nur in Begleitung eines Erwachsenen durchgeführt werden und das Kind dürfe dreißig Minuten vor der Testdurchführung keine Speisen und Getränke zu sich nehmen. Studien hätten gezeigt, dass Kinder im Vergleich zu Erwachsenen weniger empfänglich für das Coronavirus sind.

Ausweitung von Möglichkeiten

Obwohl sie auch bei der britischen Mutante in geringerem Maße betroffen seien, sei die Zahl der übermittelten COVID-19-Fälle bei Kindern zuletzt angestiegen.

Mit der neuen Schnelltestvariante möchte das Klinikum Westmünsterland daher dazu beitragen, dass durch die massive Ausweitung von Möglichkeiten zum Schnelltest bisher unentdeckte Infektionsketten erfolgreich unterbrochen werden.

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