Krammarkt lockt am Kirmesmontag in die Ahauser Innenstadt

Dichtgedrängtes Markttreiben

Zum Schluss der Ahauser Kirmes lockt für Schnäppchenjäger und Liebhaber von allerlei Krimskrams der Krammarkt. Am Kirmesmontag drängten sich rund um die Wallstraße wieder Tausende von Besuchern an den Marktständen, immer auf der Suche nach tollen Gimmicks.

AHAUS

von von Lara Wantia

, 12.09.2016, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besucher strömen in die Wallstraße. Sie schleusen sich vorbei an Pfannen, Gürteln und Tischdecken. Ein Stand reiht sich hier direkt an den nächsten. Während die Karussells auf der Kirmes noch still stehen, ist am Montag der Krammarkt der Anziehungspunkt in der Innenstadt. 

Christian Schebler rückt sein Headset zurecht. "Kommen Sie ein bisschen näher, Ferngespräche sind teuer", ruft er in die Menge, die sich an seinem Stand vorbei schiebt. Schnell bildet sich eine Traube Menschen rund um seinen Stand. "Weltneuheit", das prangt dort in großer Schrift. Diese Weltneuheit ist ein Kristall-Wischer aus hundert Prozent Silikon.

Schebler führt an Fensterscheiben und Badezimmerspiegeln vor, wie der Wischer funktioniert. Er schmiert Haarspray und Gel auf den Spiegel, lässt es antrocknen, wischt es wieder weg. "Der macht nicht nebelfeucht, der macht knochentrocken. Damit ist Ihr Spiegel immer streifenfrei", preist der Verkäufer seine Ware an.

Tüte mit Reinigungshilfen

Die Zuschauer öffnen ihre Portemonnaies und tauschen das Geld gegen eine Tüte voller Reinigungshilfen ein. Dann löst sich die Menschenmenge auf und Schebler steht wieder alleine da. Insgesamt ist er mit der Verkaufssituation zufrieden. "Ich bin jetzt zum dritten Mal hier in Ahaus. Der Verkauf läuft wie im vergangenen Jahr. Es sind auch viele neue Kunden dazu gekommen", erzählt der Verkäufer.

Ein Stück weiter sind die Stände prall gefüllt mit Haushaltswaren, Kleidung und Schmuck. Töpfe und Pfannen liegen hier neben Ohrringen und Gürteln. Darüber hängen Tücher und Tischdecken. Auf einem Tisch sind Schals aufeinandergehäuft und werden von zehn Paar Händen eifrig durchsucht. Viele Besucher kommen augenscheinlich nicht mit einem festen Ziel zum Krammarkt, sondern um sich einfach mal umzugucken. So ist es auch bei Gisela van Griensven aus Wessum. Sie ist mit ihrem Enkel aus Oranienburg da. "Wir sind einfach aus Neugierde hierhin gekommen. Wir wollen mal gucken, ob wir was finden, was wir vielleicht brauchen", erzählt sie und lacht.

Spezialreiben

Diese Dinge, die man vielleicht braucht, aber laut den Verkäufern auf jeden Fall im Haushalt haben muss, gibt es auf dem Krammarkt zur Genüge. Ein Verkäufer bietet spezielle Reiben für Obst und Gemüse an, ein paar Meter weiter gibt es Geräte, mit denen man das Gemüse vor dem Essen auch noch stilvoll auf Stäbe drehen kann - das Auge isst ja schließlich mit. Sogar ein Staubsaugervertreter findet sich unter den Ständen und präsentiert den Zuschauern per Mikrofon die unglaublich starke Saugkraft des Geräts.

Aber auf dem Krammarkt finden sich natürlich auch die Verkäufer, die jedem ihrer Kunden noch persönlich erzählen, was er gerade in der Hand hält. Wer eine Beratung zu dem perfekten Paar Socken braucht, ob nahtlos oder als Sportsocken, oder die Ledercreme direkt am eigenen Schuh getestet sehen will - hier kommt jeder Besucher auf seine Kosten und kann das eine oder andere Schnäppchen ergattern.

Treue Stammkunden

Wolfgang Krause ist genau dieser Typ Verkäufer. Er steht hinter seinem Stand mit Tischdecken in allen Variationen, Formen und Größen. Dabei setzt auch er auf das persönliche Gespräch mit den Gästen. Viele besuchen seinen Stand nicht zum ersten Mal. "Ich stehe jetzt schon jahrelang am gleichen Ort und habe viele Stammkunden. Aber Durchlaufkunden sind natürlich auch dabei", erklärt der Standbesitzer.

"Insgesamt ist es in diesem Jahr etwas ruhiger, es war schon mal lebhafter. Unterm Strich bin ich zufrieden", so Krause weiter. Zu den alljährlichen Besuchern des Marktes gehört auch Käthe Hassing aus Ahaus. "Wir gehen schon seit Jahren hierhin. Es ist immer interessant, in den Angeboten zu stöbern. Man trifft auch oft alte Bekannte", sagt sie.

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