Kumpel mit Bierflasche auf den Kopf geschlagen

10.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ahaus Die volle Härte des Gesetzes bekommt jetzt ein 25-Jähriger aus Ahaus zu spüren, den das Amtsgericht wegen Körperverletzung in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten ohne Bewährung verurteilte.

Der Mann war für das Gericht kein Unbekannter mehr. 14 Mal kam er bereits in seinem jungen Leben mit dem Gesetz in Konflikt und hat als «Bewährungsversager» eine gegen ihn ausgesprochene Haftstrafe noch offen.

Bei beiden Taten, die der Angeklagte einräumte, stand er unter Alkoholeinfluss. Strafverschärfend wertete der Strafrichter seinen Alkoholkonsum, da dem Angeklagten bewusst war, dass er betrunken zur Gewalt neige und die Opfer vor ihm geschützt werden müssten. Der Anwalt des 25-Jährigen hatte auf eine Bewährungsstrafe mit einer Therapieauflage plädiert, um die in einem Gutachten festgestellte eingeschränkte Steuerungsfähigkeit im Zusammenhang mit Alkoholgenuss bei seinem Mandanten zu behandeln.

Zum Tatgeschehen: Am 1. Mai dieses Jahres hatte der Angeklagte nach einer verbalen Auseinandersetzung im Schlossgarten einen Kumpel, der auf ihn zugegangen war, mehrmals eine Bierflasche auf den Kopf geschlagen. Die Schnittverletzungen des 36- Jährigen mussten im Krankenhaus genäht werden. Er sei ihm aber wegen dieser Tat nicht mehr böse, berichtete der Mann in der Hauptverhandlung als Zeuge. Nachtragend sei er nicht, zumal sich der Angeklagte bei ihm entschuldigt habe.

Zeugen eingeschüchtert

Wiederum gewalttätig war der Angeklagte am 25. Oktober 2006 geworden, als er einem 32-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht versetzte, den er einschüchtern wollte, damit dieser bei einem gegen ihn anstehenden Prozess eine für ihn günstige Zeugenaussage macht. Die Antwort des Mannes, er werde die Wahrheit sagen, war der Auslöser des Schlages gewesen.

Weitere Vorwürfe des Schwarzfahrens, Diebstahls und Hausfriedensbruchs stellte das Gericht mangels Beweisen ein. ek

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