«Lasst mich erst mal den Job machen»

Ahaus Neun Monate lang war das Büro des Technischen Beigeordneten im Rathaus verwaist. Seit Montag hängt ein neues Schild vor der Tür: In weißen Lettern auf schwarzem Untergrund ist der Name von Dr. Markus Bradtkes Nachfolger zu lesen: Michael Tacke (32).

05.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie sind gebürtig aus Rhede. Kannten Sie Ahaus?

Tacke: Um ehrlich zu sein, nein. Wir sind in Rhede eher nach Bocholt orientiert.

Dann hatten Sie ja einen frischen Blick auf Ahaus. Wie war das erste Mal?

Tacke: Ich kam das erste Mal im Oktober hierhin. Es fing schon an, dunkel zu werden. Das rote Band der Fußgängerzone und das Lichterband der Laternen leiteten mich klar durch die Innenstadt zum Rathaus.

Das hört sich genauso an, wie es sich die Planer vorgestellt haben. Kannten sie die Konzeptidee für die neue Fußgängerzone vorher?

Tacke: Nein. Frau Prof. Christa Reicher hat sie mir erst später erläutert: eine Theorie, die sich mit meiner Erfahrung deckt - gelungen.

Sind Sie traurig, dass das Vorzeigeprojekt abgeschlossen ist - ohne Ihr Zutun?

Tacke: Ich konnte mich schon bei anderen Projekten einbringen und habe auch kein Problem, meinem Vorgänger großes Lob zu zollen. Die Zukunft bringt genügend neue Herausforderungen für mich mit sich, ob Kombi-Bad, Zentralklärwerk, Nordtangente oder Fortschreibung des Flächennutzungsplans.

Die gesamte Opposition hat bei Ihrer Wahl gegen Sie gestimmt. Haben Sie bei der Fahrt des Rates nach Brüssel trotzdem mit denen gesprochen?

Tacke (lachend): Natürlich. Diese Fahrt war für mich ein Glücksfall. Sie bot mir die Gelegenheit, ganz zwanglos mit Vertretern aller Fraktionen ins Gespräch zu kommen.

Die Kritiker hatten vor allem auf ihre mangelnde Erfahrung verwiesen...

Tacke: Sicher, das ist meine erste Aufgabe in einer solchen Position. Ich sag aber immer: Lasst mich erst mal meinen Job machen. Außerdem habe ich ein erfahrenes Team zur Seite.

Der Umzug ins Rathaus ist geschafft. Wie sieht es mit privaten Umzugsplänen aus?

Tacke: Im Moment wohne ich wieder bei meinen Eltern, da ich bis Freitag noch in Leer gearbeitet habe. Aber ab August wohne ich in Ahaus, in der Ambrosiusstraße.

Was machen Sie, wenn Sie Feierabend haben - außer Umzugskisten ein- und auspacken?

Tacke: Ich jogge, das ist toll, um den Kopf frei zu bekommen. sy-

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