Lautstarkes Zeichen für die Kinderkrebshilfe

„Drumstrong“ in Ahaus

Laut sein, Spaß haben, helfen! So kurz und prägnant kann die Botschaft auf den Punkt gebracht werden, die der öffentliche Drumcircle „Drumstrong“ am Samstagnachmittag auf dem Rathausplatz vermittelte.

AHAUS

21.05.2017, 16:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Musikschullehrer Nikolas Geschwill instruierte die vielen Trommler bei der Umsetzung des Projekts.

Musikschullehrer Nikolas Geschwill instruierte die vielen Trommler bei der Umsetzung des Projekts.

Die Idee des Events Drumstrong stammt vom Amerikaner Scott Swimmer, der mit seiner internationalen Trommelaktion dem Krebs den Kampf angesagt hat. Die Idee, eine solche Trommel-Aktion auch in Ahaus stattfinden zu lassen und zugleich damit die Kinderkrebshilfe Münster zu unterstützen, stammt vom Musikschullehrer Nikolas Geschwill. „Im März kam Nikolas mit dem Vorschlag zu mir, gemeinsam die Veranstaltung auf die Beine zu stellen und ich habe sofort gesagt ,Ich bin dabei‘“, erklärte Beate Hofmann vom Eine-Welt-Laden bei der offiziellen Eröffnung der Musikveranstaltung.

Viele mit im Boot

Und nicht nur sie war schnell von der Idee überzeugt, auch die Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt“ der Stadt Ahaus und der Caritasverband Ahaus-Vreden ließen sich nicht lange bitten und unterstützen das Projekt. „Wir freuen uns sehr, dass wir neben dem guten Zweck heute auch noch ein Zeichen für Integration setzen können“, sagte Carmen Esposito Stumberger vom Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbands beim Anblick der vielen Trommler und Zuschauer.

Deutlich beeindruckt zeigte sich auch Bürgermeisterin Karola Voß, die neben Dr. Nikolaus Balbach, Leiter des Palliativmedizinischen Konsiliardienstes (PDK) Borken, die Schirmherrschaft für den Ahauser Drumstrong übernommen hatte: „Auf meine Frage, worin die Verbindung zwischen Trommeln und der Kinderkrebshilfe liegt, wurde mir erklärt: Der Herzschlag gibt den Rhythmus des Lebens vor, die Trommel den Takt in der Musik“, sagte Voß. „Der Drumcircle möchte helfen, dass viele Herzen noch lange schlagen.“

Große Beteiligung

Nahezu sprachlos über die große Beteiligung und die Bereitschaft, für eine gute Sache die (Werbe-)Trommeln zu rühren, zeigte sich auch Monika Schnellenbach von der Kinderkrebshilfe Münster. „Die Kinderkrebshilfe wurde von betroffenen Eltern gegründet mit dem Wunsch, den kleinen Patienten helfen zu können.“ In Deutschland werde zwar medizinisch viel für die jungen Krebspatienten getan, aber darüber hinaus sei noch einige Hilfestellung notwendig. „Leider bleibt oft die Hilfe beim ,Durchhalten‘ auf der Strecke, die Unterstützung diese anstrengende Zeit erträglicher zu machen.“

Deswegen werde der in Ahaus ertrommelte Spendenerlös für spezielle therapeutische Hilfsangebote wie Musik- oder Kunsttherapie verwendet, so Schnellenbach. Ein Blick auf die ausgelassene Menschenmenge auf dem Rathausplatz und in die begeisterten Gesichter der Teilnehmer genügte, um festzustellen: Helfen macht Spaß, gemeinsam helfen noch viel mehr!

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