Leihwagen mit 1500 Cannabis-Pflanzen gestoppt

Fahrer festgenommen

Wo ist mein Transporter? Diese Frage hat sich Rudolf Ungrund von der PS-Autovermietung an der Einsteinstraße mit etwas Sorge bis gestern in den späten Mittag hinein gestellt. Er wusste nur soviel: Das Mietfahrzeug wurde mit 1500 Cannabis-Pflanzen an Bord in den Niederlanden sichergestellt und der Fahrer festgenommen.

AHAUS

, 08.11.2014, 05:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leihwagen mit 1500 Cannabis-Pflanzen gestoppt

Seit gestern am frühen Abend ist der vermisste Transporter wieder da.

Am Mittwochmorgen hat Rudolf Ungrund das Fahrzeug an einen Mieter übergeben. "Der sollte den Sprinter am Abend wiederbringen, das hat er aber nicht gemacht", schildert der Autovermieter. Eine Kaution für das Fahrzeug und eine Vorauszahlung auf den Mietpreis legte der Mieter des Sprinters bar auf den Tisch. Und so trieb es bei Ungrund zunächst keine Sorgenfalten auf die Stirn, dass der Mann das Fahrzeug am Abend nicht zurück brachte.

Aber auch am Folgetag wurde das Fahrzeug nicht wieder auf den Hof der Autovermietung gelenkt. Gestern Morgen machte sich Rudolf Ungrund dann doch etwas mehr Sorgen um sein Fahrzeug und meldete sich bei der Polizei. "Da wird man schon etwas stutzig, wenn ein Auto plötzlich fehlt", erklärt der Autovermieter.

Cannabis-Pflanzen im Laderaum

Die Ahauser Polizei konnte zunächst nur soviel feststellen: Das Fahrzeug wurde in den Niederlanden von der Polizei gestoppt. Die stellte in dem Transporter 1500 Cannabis-Pflanzen sicher und nahm den Fahrer des Mietfahrzeuges in Haft. Mehr konnte Ungrund bis gestern Nachmittag nicht erfahren, weil die niederländische Polizei Probleme hatte, Daten aus ihrem Computersystem an die Deutschen Kollegen zu überstellen.

"Es weiß keiner, wo unser Transporter steht", berichtete Ungrund gegen 15 Uhr. Nur eine Stunde später wirkte der Autovermieter im Gespräch mit unserer Redaktion deutlich erleichtert: "Der Sprinter ist wieder da". Wie Ungrund berichtet, ist der Mieter mit dem Wagen auf den Hof gefahren, kam ins Büro, hat sein Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, dass er doch etwas länger mit dem Wagen unterwegs gewesen war - möglicherweise durch die Nacht im Gewahrsam der niederländischen Polizei. Dann habe der Mieter den ausstehenden Preis für die Verlängerung nachgezahlt. Mit einem Schmunzeln ergänzt Rudolf Ungrund: "Und er hat sogar noch einen Euro Trinkgeld gegeben".

Mietpreis gezahlt und Trinkgeld gegeben

Für den Ahauser Autovermieter ist der Fall damit erledigt. Er hat sein Auto zurück und den vollen Mietpreis erhalten. Der Mieter, der am Ende sogar noch ein kleines Trinkgeld gegeben hat, muss vermutlich aber noch in den Niederlanden einem Richter erklären, wie er zu den Drogen-Pflanzen gekommen ist und wo er damit hin wollte.

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