Leistungen auf den Prüfstand

Gemeindehaushalt

HEEK Eine strukturelle Unterdeckung von über 1,1 Mio. Euro weist der Haushalt für 2010 auf – hauptsächlich verursacht durch wegbrechende Einnahmen bei der Gewerbesteuer. Da hilft nur ein Griff in die Ausgleichsrücklage, die zurzeit mit 2,68 Mio. Euro noch einen ansehnlichen Bestand aufweist.

von Von Manfred Elfering

, 17.12.2009, 16:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leistungen auf den Prüfstand

An Zuwendungen für Investitionen erwartet die Gemeinde weitere rund 1,8 Mio. Euro: 750 000 Euro aus dem Konjunkturpaket, 375 000 Euro als Investitionspauschale des Landes, die Schulpauschale (200.000 Euro) sowie die Feuerschutzpauschale und Sportpauschale in Höhe von jeweils 40.000 Euro. Auf der Ausgabenseite schlagen die Transferaufwendungen – Gelder, die die Gemeinde Heek aufgrund der Umlagesystematik an Kreis, Land und andere Institutionen abführen muss – mit gut 5,1 Mio. Euro zu Buche. Das ist praktisch die Hälfte der gesamten Aufwendungen des kommunalen Haushalts. Alles in allem konnte der Haushaltsausgleich nur durch die Entnahme aus der Rücklage gelingen – eine Zuführung. die in ähnlicher Größenordnung allein noch einmal möglich ist. Daher sei es, so Bürgermeister Ulrich Helmich, „im Jahr 2010 und in den kommenden Jahren unabdingbar, weitere Einsparpotenziale zu ermitteln“.

Über diese möglichen Einsparungen soll innerhalb der Haushaltsplanberatungen offen diskutiert werden: „Die Verwaltung wird hierzu konkrete Vorschläge erarbeiten. Dies wird sicherlich auch mit Einschnitten insbesondere bei den freiwilligen Leistungen verbunden sein“, stellte Helmich in Aussicht. Fakt bleibe dennoch: „Das Defizit werden wir selbst dann nicht ausgleichen, wenn wir sämtliche freiwilligen Leistungen streichen. Wir müssen uns daher auf die Kernaufgaben besinnen und auch nur dafür Mittel aufwenden.“

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