Löschzug Ahaus steht gut da

Freiwillige Feuerwehr

Am meisten freut man sich über die Feuerwehr, wenn man sie nicht braucht. Dass sich die Ahauser aber auf ihre Brandkämpfer verlassen können, haben die Mitglieder des Löschzugs Ahaus jetzt bei ihrer Jahreshauptversammlung mit eindrucksvollen Zahlen belegt. Ein Überblick.

AHAUS

, 07.03.2016, 18:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Löschzug Ahaus der freiwilligen Feuerwehr hat auf einige herausragende Einsätze zurückgeblickt. Ob beim Großbrand bei der Firma Sipex (oben links) oder beim Gasalarm am Alexander-Hegius-Gymnasium, die Wehrleute hatten 2015 viel zu tun.(2) Archiv/ (1) kippic

Der Löschzug Ahaus der freiwilligen Feuerwehr hat auf einige herausragende Einsätze zurückgeblickt. Ob beim Großbrand bei der Firma Sipex (oben links) oder beim Gasalarm am Alexander-Hegius-Gymnasium, die Wehrleute hatten 2015 viel zu tun.(2) Archiv/ (1) kippic

Die Einsätze

155 Mal musste der Ahauser Löschzug 2015 ausrücken. Darunter fallen 42 Fehlalarme, eine böswillige Alarmierung, 73 technische Hilfeleistungen und 34 Brandeinsätze. Die größten Einsätze waren der Großbrand bei der Firma Sipex und der Gasalarm am Alexander-Hegius-Gymnasium. Inklusive der Bereitschaften und der Brandsicherheitswachen waren die Löschzugmitglieder 5082 Stunden im Einsatz.

Das Ehrenamt

85 Feuerwehrfrauen und -männer leisten beim Löschzug Ahaus ihren Dienst. Dazu kommen 23 Kameraden in der Ehrenabteilung und sechs passive Kameraden. Befördert wurden: Feuerwehrfrau: Jana Götz; Feuerwehrmann: Michael Damer, Lars van Dijk, Patrick Stange; Oberfeuerwehrfrau: Nadine Grotholt; Oberfeuerwehrmann: Jannik Holmer, Hendrik Hopster, Stefan Litmeier, Kevin Heumann; Unterbrandmeister: Jan Wiefhoff.

Die Einsatzbereitschaft

"Die Alarmierung von genügend Feuerwehrleuten bleibt ein Dauerthema", sagt Löschzugführer Honrath. Viele Mitglieder des Löschzugs arbeiten außerhalb der Stadt, andere werden von ihrem Arbeitgeber nicht freigestellt und können so nicht an Einsätzen teilnehmen. Die Feuerwehr habe aber zum Beispiel mit vielen Geschäftsführern bei den zurückliegenden Industrietagen sprechen können. "Insgesamt sind wir gut aufgestellt", so Honrath. Zu jeder Zeit könnten in Ahaus ausreichend Feuerwehrleute ausrücken.

Der Nachwuchs

Die Jugendfeuerwehr funktioniert: Vier neue Mitglieder konnte der Löschzug von dort aufnehmen. Aber auch von außerhalb ist es dieses Jahr gut gelaufen: Der Löschzug verzeichnete im vergangenen Jahr neun neue Mitglieder, die von extern zum Löschzug stießen. "Das macht richtig Spaß", sagt Honrath.

Die Ausbildung

Zusätzlich zu den reinen Einsatz- und Bereitschaftsstunden kommen noch einmal 5715 Stunden, die die Löschzugmitglieder für Dienstabende und Fortbildungen auf Kreisebene oder am Institut der Feuewehr in Münster aufgewendet haben.

Die Notfallseelsorge

Ein Bereich, der immer mehr Bedeutung bekommt. "Neben der Opferhilfe brauchen auch die Helfer nach einem Einsatz Hilfe", sagt Honrath. Seelische Belastungen können so besser verarbeitet werden. Da habe es in den vergangenen Jahren ein deutliches Umdenken bei der Feuerwehr gegeben. Beim Löschzug Ahaus kümmert sich Gregor Frankemölle darum: Er hat dafür gerade die entsprechenden Lehrgänge absolviert.

Die Auszeichnungen

Urkunden gab es für die Absolventen des Leistungsabzeichens: Bronze (1. Teilnahme): Lars van Dijk; Silber (3. Teilnahme): Nadine Grotholt; Gold (5. Teilnahme): Sebastian Torka, Marc Niehaus; Gold mit blauem Grund (10. Teilnahme): Torsten Meyer; Gold mit Zahl (30. Teilnahme): Reinhold Revers

Der Heimkehrer

Das alte Magirus-Deutz-Löschfahrzeug ist wieder da: Nachdem der Löschzug es 2000 einem Museum zur Verfügung gestellt hatte, verlor sich die Spur des Fahrzeugs. Auf einem Übungsstützpunkt tauchte es wieder auf und wurde nach Ahaus geholt. Jetzt wird es von Mitgliedern des Löschzugs restauriert.

Der Ausblick

Abgesehen vom neuen Brandschutzbedarfsplan (siehe Info) stehen beim Löschzug Ahaus turnusmäßige Neuanschaffungen an. Darunter ein neues Löschgruppenfahrzeug. Wann es in Dienst gestellt wird, ist noch nicht klar.

Das Fazit

"Insgesamt durchschnittliches Jahr", sagte Ulrich Honrath. 2015 sei aber längst abgehakt. Die Arbeit werde schließlich nicht weniger.

Stephan.Teine@mdhl.de

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