Mädchen den Weg bahnen in «Männerberufe»

06.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ahaus Die Stellenausschreibungen mögen neutral formuliert sein. Zum Zuge kommt am Ende aber doch der männliche Bewerber, erst recht, wenn ein Klempner(in) oder Mechatroniker(in) gesucht wird - keine Ausnahme. In allen Ländern der Europäischen Union gibt es noch ein großes Defizit bei der Umsetzung von Chancengleichheit. Die europäische Gemeinschaftsinitiative EQUAL, die aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird, versucht Abhilfe zu schaffen.

Nicht nur in Brüssel ist das ein Thema: Die von der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH (BBS) in Ahaus koordinierte EQUAL-Entwicklungspartnerschaft FUTURA hat es sich zum Ziel gesetzt, speziell in der Region des nordwestlichen Westfalens durch Ideen und Maßnahmen zu einer Verbesserung beizutragen.

Kolleginnen und Kollegen von Partnerorganisationen aus den Niederlanden und Nordirland waren nun zu Gast, um sich über die konkrete Umsetzung auszutauschen.

Ein Schwerpunktthema war dabei die Berufswahlorientierung von Mädchen. Dort bestehe ein besonderer Bedarf, das Berufswahlspektrum der jungen Frauen zu erweitern. Wichtige Bausteine seien die praktisch-handwerkliche Arbeit mit unterschiedlichen Materialien und die Zusammenarbeit mit Frauen, die in einem eher untypischen Beruf beschäftigt sind und somit eine Vorbildrolle übernehmen könnten.

Margit Althoff, Koordinatorin des transnationalen Partnertreffens, fasst zusammen: «Die heutige Arbeitswelt ist stark an männlichen Normen wie Kraft oder hohe zeitliche Verfügbarkeit orientiert. Das macht Frauen den Zugang schwer.»

Die Entwicklungspartnerschaft FUTURA wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Sie unterstützt Mädchen, Frauen und Unternehmen gleichermaßen in gewerblich-technischen Arbeitsfeldern. www.equal.de

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