Mit jiddischen Liedern an Pogrom erinnern

05.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Ahaus Lucette van den Berg Jüdisches Leben in seiner Fülle - Traurigkeit und Freude - steht im Mittelpunkt des Gedenkganges und dem anschließenden Konzert mit der Sängerin zur Pogromnacht am Freitag, 9. November.

Der Gang beginnt um 19 Uhr an der Gedenktafel zur Ahauser Synagoge (Marktstraße 13) mit einführenden Worten von

Bürgermeister Felix Büter. Schüler der Realschule im Vestert und der Anne-Frank-Realschule Ahaus, die sich zur Zeit mit Biografien jüdischer Familien beschäftigen, tragen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Ahauser Geschichte 1933-1945 ausgewählte Texte vor. Musikalisch begleitet die niederländische Sängerin Lucette van den Berg, die sich der jiddischen Musik widmet, die Gedenkstunde.

Mit dem Gang zur Gedenktafel für die verfolgten und ermordeten Ahauser jüdischen Familien endet der erste Teil der Veranstaltung.

In dem sich anschließenden Konzert um 20 Uhr im Ahauser Schloss steht jiddische Musik auf dem Programm. "Gib mir ein Lied, das ich spür", ist das Motto der vielseitigen Sängerin Lucette van den Berg, die selbst jüdische Wurzeln hat. Sehnsucht und Traurigkeit spiegeln sich in ihrer Musik wider. Van den Berg besitzt eine außergewöhnlich warme und expressive Stimme und eine große Leidenschaft für jiddische Musik.

Die meisten Lieder atmen eine ausgesprochen wehmütige Stimmung. Die Kraft ihrer Performance steckt vor allem in dem musikalischen Erleben.

Die Veranstalter Stadt Ahaus und aktuelles forum, VHS laden zur Teilnahme am Gedenkgang und zum Konzert (Eintritt frei) ein.

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