Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte musste die Einsatzleitung schnell handeln: Unter Atemschutz genoss die Menschenrettung aus der verrauchten Halle Priorität. © Kip-pic
Herbstübung

Mit Video: Lkw brennt, Menschen in Gefahr – knifflige Lage für Feuerwehrkräfte

60 Einsatzkräfte der Löschzüge Wessum, Ottenstein und Alstätte probten den Ernstfall. Im Mittelpunkt der Herbstübung stand die Rettung von Menschenleben. Aus einer verrauchten Halle.

Am Samstag um 14.31 Uhr ging bei rund 60 Feuerwehrkameraden der Löschzüge Wessum, Ottenstein und Alstätte der Meldeempfänger. „Feuer MIG“, Menschenleben in Gefahr. Der Löschzug Wessum hatte eine komplexe Einsatzlage organisiert, schnelles Handeln war gefragt.

Durch den dichten Rauch war dem Trupp die Sicht in der Halle erschwert auf dem Weg zu Stapler und Lkw, wo zwei Vermisste vermutet wurden.
Durch den dichten Rauch war dem Trupp die Sicht in der Halle erschwert auf dem Weg zu Stapler und Lkw, wo zwei Vermisste vermutet wurden. © Kip-pic © Kip-pic

Das Szenario: In einen Betrieb in Wessum am Bahndamm hatte ein Stapler Feuer gefangen. Das Feuer sprang auf einen Lkw über, die Flammen schlugen bis ins Hallendach. Zwei Mitarbeiter der Firma hatten selbst versucht, das Feuer zu löschen. Das gelang ihnen allerdings nicht. Im Gegenteil: Beide Mitarbeiter verloren das Bewusstsein – und dies in der verrauchten Halle.

Zwei Mitarbeiter in verrauchter Gewerbehalle

Nach Eintreffen der ersten Kräfte verschaffte sich Einsatzleiter Andre Hemling ein Bild von der Lage. Mehrere Trupps wurden unter Atemschutz zur Menschenrettung vorgeschickt. Weitere Löschtrupps nahmen parallel die Brandbekämpfung an der Dachfassade in Angriff, ein weiterer Löschtrupp wurde auf die Kühlung eines Gastanks angesetzt.

Eine weitere Herausforderung für die Einsatzkräfte stellte die Sicherstellung der Wasserversorgung von einer Entnahmestelle in rund 500 Metern Entfernung dar.

Parallel zur Menschenrettung wurde der Löschangriff von außen vorgenommen.
Parallel zur Menschenrettung wurde der Löschangriff von außen vorgenommen. © Kip-pic © Kip-pic

Nach erfolgreichem Abschluss der Übung folgte eine kurze Übungsbesprechung. Löschzugführer Christoph Gerling bedankte sich bei allen Beteiligten und sprach auch einen Dank an die Firma Gewing aus, die ihr Firmengelände zu Übungszwecken zur Verfügung gestellt hatte.

Christoph Gerling zeigte sich sehr erfreut über die gute Teilnahme, er begrüßte auch die Ortsvorsteherin Beatrix Wantia und die Bezirksbeamtin der Polizei, Sandra Plewka, sowie die Ehrenabteilung des Löschzugs Wessum.

Löschzüge pflegen Kameradschaft untereinander

Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Ahaus, Dirk Honekamp, hatte diese Übung im Blick und überzeugte sich von der richtigen Vorgehensweise der Feuerwehrkameraden. Er betonte noch einmal, wie wichtig die Übungen gerade jetzt seien, da coronabedingt lange auf diese verzichtet werden musste. Damit fehlten auch der wichtige Austausch untereinander und die Kameradschaftspflege.

Diese Übung war der zweite Abschnitt der gemeinsam Herbstübung der Löschzüge Wessum, Ottenstein und Alstätte.
Diese Übung war der zweite Abschnitt der gemeinsam Herbstübung der Löschzüge Wessum, Ottenstein und Alstätte. © kippic © kippic

Letzteres ist eine wesentliche Funktion der Herbstübung für die Löschzüge Wessum, Ottenstein und Alstätte. Und so wurden alle Kameraden und die vielen Gäste nach der gelungenen Übung zu einem Umtrunk in die Wessumer Wache eingeladen.