Moonwalker-Show mit 500 Besuchern

Michael Jackson lebt

Wer an die Auferstehung glaubt, wurde durch die Moonwalker-Show bestätigt: Michael Jackson lebt! Zumindest für einen Abend unterlagen 500 Besucher in der fast ausverkauften Halle auf dem Tobit-Campus in Ahaus dieser Sinnestäuschung.

AHAUS

von Elvira Meisel-Kemper

, 11.03.2016, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Moonwalker-Show mit 500 Besuchern

Vier Tänzerinnen und zwei Tänzer sorgten für Belebung auf der Bühne.

Sascha Padzera agierte als täuschend echtes Michael-Jackson-Double, umtanzt von vier Tänzerinnen und zwei Tänzern, instrumental und vokal begleitet von sechs nicht minder hervorragenden Musikern. Anna Minges (Gesang) und Mirco Leingang (Gesang/Saxofon) führten durch den Abend, sangen immer wieder die Songs des King of Pop, allerdings ohne die unnachahmliche Stimme zu imitieren. Padzera jedoch, der aus Nordhorn stammt und als Musicalsänger, Tänzer, Entertainer, Choreograf und Regisseur in 31 Jahren schon zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat, schaffte es mühelos, auch die Stimme von Jackson, der 2009 starb, auferstehen zu lassen.

Jackson-Double seit 1987

Bereits seit 1987 tritt Padzera immer wieder als Jackson-Double auf. 2010 entstand die Show "Moonwalker - A Tribute to the King of Pop" mit Padzera, der Jackson zu Lebzeiten mehrmals getroffen hat. Padzera hat Jacksons Gestik und seine Bewegungen inklusive des berühmten "Moonwalking" genau studiert. Die Maske macht Padzera vollends zum Double, wie an den eingeblendeten Aufnahmen aus Konzerten des Originals deutlich zu sehen war. Die dunklen Locken verschleierten sein Gesicht. Seine dunkel umrandeten Augen waren kaum erkennbar. Oft ging sein Blick bedeutungsschwer gen Himmel. Auch die Gestik seiner Hände, die häufig im Schritt verharrten, hatte Padzera von Jackson abgeschaut. Die raffinierte Ausleuchtung und die Kostüme rundeten den Live-Eindruck ab.

"I’ll be there" aus der Anfangszeit von Michael Jackson mit den "Jackson 5" nahmen Minges und Leingang zum Anlass, das Publikum zum Mitsingen zu animieren. "Man in the mirror", "Earth Song", "Billie Jean" oder "Thriller" sind nur einige der Songs, die an diesem Abend erklangen.

Breakdance-Einlagen

"Sunshine, moonlight, good times" war ein weiterer Song aus der Frühzeit von Michael Jackson, als er noch mit seinen Brüdern sang. Das Flair des alten Ägypten wehte um den Song "Remember the time", während "I just can’t stop lovin you" im Duett mit Minges einer der vielen Höhepunkte der zweistündigen Show war. "Black and white" mit Breakdance-Einlagen der athletischen Tänzer ergänzte den Eindruck der "Auferstehung". Padzera setzte Jackson auch sprachlich in bestem Englisch ein Denkmal: "Der größte Entertainer starb 2009, seine Musik wird immer leben."

Die letzte Botschaft auf der Leinwand "Rest in Peace Michael Jackson" (Ruhe in Frieden Michael Jackson) holte die Fans in das Jahr sieben nach dem Tod von Jackson zurück. Standing Ovations, Beifall, Pfiffe der Begeisterung waren der Lohn für die 13 Akteure. Zugaben gab es leider nicht.

 

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