Musikerinitiative braucht dringend gutes Wetter und viele Besucher

Mammamia-Festival

Langsam beginnt für die Musikerinititative Ahaus (MIA) die heiße Phase für ihr Festival Mammamia im Ahauser Kombibad Aquahaus. „Wir sind in den letzten Vorbereitungen“, sagt MIA-Vorsitzender Georg Kirschner. Am 22. August will die MIA erstmals direkt am Wasser ihre Bühne aufbauen und zusammen mit dem Aquahaus das Publikum anlocken. Das Festival ist zum Erfolg verpflichtet.

AHAUS

, 11.08.2015, 18:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Musikerinitiative braucht dringend gutes Wetter und viele Besucher

Die Unterstützer und Sponsoren der MIA, Geert-Jan Feijten, Daniela Terbeck, Fabian Terfort, Werner Kramer, Stefan Swoboda, Frederik Timme, Franz-Josef Bülter und Marc Behrendt sowie MIA-Vorsitzender Georg Kirschner (v.l.) freuen sich auf das Mammamia-Festival.

Ein Bereich des Kombibads Aquahaus wird dafür extra mit Bauzäunen abgetrennt. Die Festivalgäste können während der Öffnungszeiten des Freibads auch direkt schwimmen gehen.

„Wir haben das Festival-Gelände in den vergangenen Jahren etwas zu groß aufgebaut. Dadurch wirkte es zu leer“, sagt er. Das soll sich in diesem Jahr ändern, deswegen wird das Gelände etwas kleiner aufgebaut.

Ehrenamt hoch im Kurs

Ohne die Unterstützung durch viele Sponsoren und auch die ehrenamtlichen Helfer wäre das Festival von vornherein unmöglich: „Allein am Festivaltag helfen rund 80 Ehrenamtliche mit“, sagt Kirschner. Was jetzt noch fehlt, ist der Aufbau, der heute beginnen und insgesamt knapp eine Woche dauern soll.

Die Ziele der MIA sind ehrgeizig gesetzt: 1000 Besucher wollen sie erreichen. Mindestens 800 brauchen sie, um die Kosten des Festivals wieder hereinzuspielen. Ob das klappt, wird aber erst die Abendkasse zeigen. „Wie schon in den vergangenen Jahren ist auf den Vorverkauf nicht viel Verlass“, sagt Kirschner. Erst rund 100 Karten sind verkauft. „Bisher hatten wir aber auch immer rund 80 Prozent der Verkäufe an der Festivalkasse“, sagt er. Für ihn kein Grund zur Sorge.

Einen großen Hautpact gibt es aus zwei Gründen nicht auf dem Mammamia-Festival: 1: Das Geld. „Eine richtig bekannte Nummer können wir uns im Moment einfach nicht leisten“, sagt Kirschner. Die Gage für so eine Band würden schnell die Gesamtkosten des Festivals übersteigen. 2. Die Intention hinter dem Festival: „Wir wollen den Bands in der MIA eine große Bühne bieten“, so Kirschner. Und das funktioniere soweit.

Eigene Bands

Auf lange Sicht müsse der Anteil der MIA-Bands natürlich noch ausgebaut werden, doch dafür seien die Bands im Moment aber noch nicht weit genug. „Die sollen erst einmal 30 Minuten Show machen können, bevor wir sie auf die Bühne lassen“, sagt er.

Die Zukunft des Festivals ist indes noch nicht klar. „Wir müssen sehen, wie dieses Jahr läuft und dann rechnen“, sagt Kirschner. Mit dem Geld und dem Aufwand, der in das Festival gesteckt wird, lasse sich auch sonst ein großes Programm mit mehreren kleineren Aktionen organisieren. Kirschner: „Wir werden uns dieses Jahr am Ende definitiv nicht mit dem Satz ‚Bis zum nächsten Jahr‘ verabschieden.

Bei der MIA hoffen sie jetzt auf gutes Festivalwetter – und viele begeisterte Besucher.

Die Tore zum Festival-Gelände öffnen sich am Samstag, 22. August, um 13.30 Uhr. Ab 14 Uhr stehen die Bands auf der Bühne. Und zwar in dieser Reihenfolge:
14 Uhr: : Groove Core aus Wetter (Ruhr): Alternative Rock zwischen Rage Against The Machine, Billy Talent und At The Drive.
14.55 Uhr:  : Funkin‘ Hip-Hop aus den Niederlanden: Über 250 mal haben sie ihren Mix aus Soulful Jazz und Funky Hip-Hop live gezeigt.
15.55 Uhr: niederländischer Pop-Folk: Reichlich Harmoniegesang, gemischt mit Pop und Rock – wie aus den 60er-Jahren.
17 Uhr: : Handgemachter, philosophisch-politisch-sozialkritischer Rock/Pop verfeinert mit gezielten Prisen unterschiedlichster Genres. Eine Deutsch-Pop-Band aus den Reihen der MIA.
17.40 Uhr: Die Funk-Rock-Band der MIA: Groovig, rockig. Im Studio kreativ, auf der Bühne energiegeladen.
18.20 Uhr: : Daan Elsing, Mia-Mitglied, aus Ahaus hat schon in verschiedenen Ahauser Locations aufgelegt. Gerade erst beim Livehaftig Kneipenfestival. Jetzt bringt er sein Techno-Set auf die Festival-Bühne.
19.30 Uhr: : Urban Pop aus Leipzig. Mit Liebe für Details erzähle er mit seinen Liedern kleine Kurzgeschichten ohne Pathos und Phrasen. „Warum sollte man banale Geschichten nicht erzählen, wie sie waren?“, fragt er.
20.50 Uhr: : Ihre Musik nennen sie selbst St.-Pauli- Tanzmusik. Die Band aus Hamburg will Irrsinn musikalischen Geschmack und Begeisterungswillen mischen: Heraus kommt Rap, Rock, Reggae, Funk und Ska.
22.10 Uhr: : Rock aus Essen: Textlich geht es um Frauen, Bier und laute Mucke, musikalisch steht ehrlicher Rock ’n’ Roll auf dem Programm.

Der Eintritt kostet im Vorverkauf 16, an der Festivalkasse 22 Euro. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Im Festival-Eintritt ist auch der Freibadbesuch bis zum Ende der Öffnungszeit inbegriffen. Weitere Infos auch hier.

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