Nach Corona-Fall: Krankenhaus-Mitarbeiter zum dritten Mal getestet

rnCoronavirus in Ahaus

Eine Anästhesistin, die im Ahauser Krankenhaus arbeitet, ist an Covid-19 erkrankt. 21 Kollegen, die Kontakt zu ihr hatten, wurden drei Mal getestet. Jetzt liegen die aktuellen Ergebnisse vor.

Ahaus

, 08.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Anästhesistin aus dem Ahauser Krankenhaus ist mit dem Coronavirus infiziert. 21 ihrer Kontaktpersonen aus dem Mitarbeiterkreis wurden seit dem Tag des positiven Tests (Donnerstag, 30. Juli) insgesamt drei Mal getestet. Am Freitagmorgen (7. August) konnte das Klinikum mitteilen: Auch die dritte Testreihe, am Vortag durchgeführt, hat nur negative Testergebnisse hervorgebracht.

Dritte Testung der Krankenhaus-Mitarbeiter war die letzte

„Die dritte Testreihe war im Rahmen unseres engmaschigen Infektionsmanagements die letzte Testung der betroffenen Personen“, teilte Florian Brockhoff von der Unternehmenskommunikation des Klinikums Westmünsterland, dem Träger des Ahauser St.-Marien-Krankenhauses, auf Anfrage mit. Nach der zweiten Testung hatte sich Klinikum-Sprecher Tobias Rodig schon recht zufrieden und zuversichtlich gezeigt, dass die strengen Schutzmaßnahmen im Krankenhaus gegriffen hätten.

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Wegen der Inkubationszeit des Virus sei das Klinikum mit der dreimaligen Testung aber auf „Nummer sicher“ gegangen. Auch, dass keine Patienten getestet worden waren, hatte das Klinikum mit Verweis auf das strenge Infektionsmanagement erklärt. Patienten seien nicht gefährdet gewesen, so das Klinikum.

6 der 21 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne

Von den 21 Mitarbeitern, die allesamt von Beginn an unter besonderen Schutzmaßnahmen weiter im Krankenhaus gearbeitet haben, waren und sind allerdings sechs Kollegen für insgesamt 14 Tage in häuslicher Quarantäne, was die Redaktion von einem Leser erfuhr. Die Auswahl dieser sechs Personen sei, so seine Information, willkürlich durch das Gesundheitsamt erfolgt.

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Die Auswahl sei nicht willkürlich getroffen worden, betonte hingegen Ellen Bulten, Sprecherin des Kreises Borken, auf Anfrage. Das Kreisgesundheitsamt habe die Auswahl nach den Angaben der betroffenen Personen getroffen. Auf jeden Fall habe eine „individuelle Risikoeinschätzung“ stattgefunden.

Kreisgesundheitsamts-Mitarbeiter haben sich „Fakten genau angesehen“

Es sei darum gegangen, wie lang und wie eng der Kontakt zu der Corona-infizierten Anästhesie-Ärztin gewesen sei – vor allem unter Schutzkleidung oder vielleicht kurzzeitig ohne Mund-Nasen-Bedeckung etwa bei einer Kaffeepause. Diese Fakten hätten sich die Verantwortlichen des Kreisgesundheitsamtes „ganz genau“ angesehen und danach für sechs der 21 Mitarbeiter die häusliche Quarantäne angeordnet.

Das heißt, diese sechs Kollegen durften sich nach dem Dienst nur zuhause aufhalten. Dies habe der Kreis auf der Grundlage einer medizinischen Ordnungsverfügung so weitergegeben, so Ellen Bulten weiter. Die Ärztin und diese sechs Mitarbeiter würden nach Ablauf der Quarantänezeit (bis 13. August) noch einmal auf Corona getestet.

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