Nach Kopfschüssen vor Gericht

34-jähriger Ahauser angeklagt

Dieser Fall geht unter die Haut: Am 2. Februar soll ein Familienvater aus Ahaus erst der Mutter seiner Kinder und dann deren Bruder in den Kopf geschossen haben. Seit Freitag steht er in Essen vor Gericht.

ESSEN/AHAUS

von Von Jörn Hartwich

, 23.09.2011, 16:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das große Glück hat sich aber wohl auch danach nicht eingestellt. Wo anfangs Liebe war, gab es immer häufiger Gewalt. „Er hat mich geschlagen, er hat immer geschrieen“, sagte die Mutter vor Gericht. „Er durfte alles machen, ich nichts.“ Im Dezember 2010 war es schließlich zur endgültigen Trennung gekommen. Die 33-Jährige zog nach Bottrop, wurde von einem Onkel vor dem Angeklagten versteckt. Was am Tattag passiert ist, ist umstritten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte seiner Ex-Freundin und deren Bruder aufgelauert, sie mit dem Auto angefahren und dann geschossen hat. Dass die Opfer überlebt haben, gleicht einem Wunder.

Im Prozess will der 34-Jährige erst einmal schweigen. Nach seiner Festnahme hatte er eine Mischung aus Verteidigung und Unfall beschrieben. Angeblich habe ihn der Bruder seiner Ex-Partnerin schon früher mit dem Tode bedroht und am Tattag angegriffen. Im Gerangel hätten sich schließlich zwei Schüsse gelöst. 

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