Melanie Simon setzt als Geschäftsleiterin am Amtsgericht auf Teamwork

rnNeue Geschäftsleiterin

Die Aufgaben, um die sich das Amtsgericht in Ahaus kümmert, sind vielfältig. Für die Leitung der Verwaltung ist ab sofort Melanie Simon zuständig. Einen Alleingang starten will sie aber nicht.

Ahaus

, 04.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Mir macht Verwaltungsarbeit unglaublich viel Spaß“, sagt Melanie Simon an ihrem ersten Arbeitstag am Ahauser Amtsgericht. Die 48-Jährige übernimmt als neue Geschäftsleiterin die Zügel der Verwaltung. Seit 2013 war die aus Niedersachsen stammende Juristin in gleicher Funktion beim Amtsgericht in Dülmen tätig. Besonders wichtig ist Melanie Simon dabei das Teamwork. „Wir müssen miteinander sprechen und gemeinsam Lösungen entwickeln“, gibt die neue Geschäftsleiterin die Richtung vor.

Jetzt lesen

Im Vergleich zu dem kleineren Gericht in Dülmen kommen einige zusätzliche Aufgaben auf Melanie Simon zu. „Gerade die Ausbildung ist ein Thema, das mir am Herzen liegt“, meint sie. Pro Jahr durchlaufen zwei angehende Juristen die Ausbildung zum Justizfachangestellten. Aber auch die Digitalisierung mit der Umstellung auf die elektronische Akte, die Anfang November abgeschlossen sein wird, spielt eine wesentliche Rolle.

Breites Aufgabengebiet für das Amtsgericht

Ihr Vorgänger Norbert Sicking, seit 2002 im Amt, kümmert sich als stellvertretender Geschäftsleiter künftig um andere Aufgabengebiete. Rechtspflege und Zwangsversteigerung zählen unter anderem dazu. „Ich stehe weiterhin mit Rat und Tat zur Seite“, verspricht der 60-Jährige. Melanie Simon freut sich über die Unterstützung.

Knapp 65 Mitarbeiter sind am Amtsgericht beschäftigt, zu den wichtigsten Bereichen der Gerichtsbarkeit zählen Strafsachen bis zu einer Strafe von vier Jahren, der Familienbereich mit Scheidungsverfahren oder Sorgerechtsstreitigkeiten, aber auch das Erbrecht mit Themen wie Testamentseröffnung, Ausschlagung und Erbfolge oder Grundbuchverfahren. „Viele wissen gar nicht, was für einen breiten Bereich das Amtsgericht abdeckt“, meint dazu Direktor Benedikt Vieth.

1500 laufende Verfahren zur Betreuung

1500 laufende Verfahren gibt es im Bereich der Betreuung. „Wenn jemand seine Angelegenheiten nicht mehr regeln kann, bekommt er jemanden zur Seite gestellt“, erklärt Norbert Sicking. Zwangsvollstreckungen durch angeschlossene Gerichtsvollzieher sind auch Sache des Gerichts. Wenn jemand kein Geld für den Rechtsanwalt hat, stellt das Gericht Beratungshilfe zur Verfügung. „Der Umfang der unterschiedlichen Rechtsgebiete macht die Arbeit spannend“, ergänzt Melanie Simon.

Die Aufgaben der neuen Geschäftsleiterin umfassen Personalangelegenheiten, die Gebäudeverwaltung, Gesundheits- und Arbeitsschutz, die IT-Ausstattung, aktuell aber auch die Corona-Bewältigung. „Die Verwaltung sorgt dafür, dass das Amtsgericht arbeitsfähig ist“, fasst Melanie Simon zusammen.

Lesen Sie jetzt