Neue Hoffnung für Hausarztpraxis

Entscheidung am Montag

Donnerstagabend sollte eine Entscheidung über die Zukunft der Gemeinschaftspraxis von Dr. Wolf Rommel und Dr. Akin Yilmaz-Neuhaus fallen (wir berichteten). Doch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe braucht noch ein wenig Bedenkzeit.

WESSUM

, 07.04.2017, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Ärzte Dr. Akin Yilmaz-Neuhaus (l.) und Dr. Wolf Rommel sind jetzt zuversichtlich, dass die Kassenärztliche Vereinigung den Fortbestand ihrer Praxis in Wessum genehmigt.

Die Ärzte Dr. Akin Yilmaz-Neuhaus (l.) und Dr. Wolf Rommel sind jetzt zuversichtlich, dass die Kassenärztliche Vereinigung den Fortbestand ihrer Praxis in Wessum genehmigt.

"Der Zulassungsausschuss wird am kommenden Montag entscheiden", sagte Dr. Rommel im Gespräch mit unserer Redaktion.

Nach unserem Bericht über die mögliche Schließung der Praxis hätten sich hiesige Politiker an höherer Stelle für den Fortbestand der Praxis eingesetzt, berichtete Rommel. Scheinbar mit Erfolg.

Rechnerische Überversorgung

"Es sieht wohl so aus, als wenn unsere Filialpraxis genehmigt wird. Wir sind zuversichtlich." Die KV habe laut Dr. Rommel offene Ohren für die Bedenken der Politiker gehabt, sollte es im Ahauser Ortsteil Wessum für gut 4700 Menschen keinen Hausarzt mehr geben. Hintergrund ist, dass Rommel und Yilmaz-Neuhaus am 1. Mai mit ihrer Praxis in das Alte Kreishaus in Ahaus ziehen. Ihre Praxis an der Hamalandstraße 24 möchten sie gerne eingeschränkt weiter betreiben. Doch dadurch könnte es rechnerisch zu einer Überversorgung mit Ärzten in einem größeren Gebiet kommen.

Die Wessumer Ärzte hatten der KV verschiedene Modelle vorlegt, die Praxis zu halten. Vorgeschlagen wurden zum Beispiel Öffnungszeiten halbtags. Dr. Rommel: "Hauptsache, unsere Patienten, die auf einen Rollator angewiesen sind, können uns erreichen."

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt