Neue Stiftung garantiert strukturierte Hilfe aus Ahaus für Blinde in Uganda

Stiftung Gerl

In Ahaus wurde jetzt ein Grundstein für effektive Hilfe gegen Blindheit in Uganda gelegt. Regierungspräsidentin Dorothee Feller erkannte die Stiftung Gerl „Besser Sehen!“ per Urkunde an.

Ahaus

16.01.2020, 14:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) überreicht die Anerkennungsurkunde für die Stiftung an Dr. Ralf-Hellmar Gerl (2.v.l.), Regina Gerl (2.v.r.) und Stephanie Hemling (r.).

Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) überreicht die Anerkennungsurkunde für die Stiftung an Dr. Ralf-Hellmar Gerl (2.v.l.), Regina Gerl (2.v.r.) und Stephanie Hemling (r.). © Bezirksregierung Münster

Hilfe für von Blindheit bedrohte Menschen in Uganda, dieses Ziel haben sich die Ahauser Augenärzte Dr. Ralf-Hellmar Gerl und dr. (Universität Budapest) Mattias Gerl sowie die Essener Augenärztin Dr. Verena Bhakdi-Gerl gesetzt. Sie haben die „Besser-Sehen!“, gemeinnützige Stiftung Gerl ins Leben gerufen.

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Sie ist als Verbrauchsstiftung gestaltet. Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat jetzt die Anerkennungsurkunde für die Stiftung an Dr. Ralf-Hellmar Gerl überreicht. „Sie haben ein klares Ziel und einen überschaubaren zeitlichen Rahmen für Ihre Stiftung gesetzt und werden im augenärztlichen Bereich dort helfen, wo die Not am größten ist. Ohne Ihr ehrenamtliches Engagement wäre unsere Gesellschaft wesentlich ärmer“, sagte Regierungspräsidentin Dorothee Feller bei der Übergabe der Urkunde.

Heilung für viele Blinde

Ralf-Hellmar Gerl erläuterte: „In Uganda, wo wir seit 2011 immer wieder ehrenamtlich tätig sind, fehlt es praktisch an allem, um Blindheit für die Mehrheit der Bevölkerung vorzubeugen oder sie sogar zu heilen. Dabei könnte über die Hälfte der Blinden, die oft am Grauen Star erkrankt sind, vollständig geheilt werden.“ Oberstes Ziel sei es, Lebensqualität von Menschen mit Sehbehinderung in Uganda zu verbessern.

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Gerl: „Dazu bilden wir unter anderem afrikanische Ärzte in ihrem eigenen Land aus, aber auch in unserer Klinik, um Kenntnisse modernster Operationstechniken zu vermitteln.“ Zudem schulen die Augenärzte örtliche Krankenschwestern und Optiker. Die Stiftung soll allen Beteiligten die Sicherheit der langfristigen Finanzierung geben. „Wir hoffen, dass weitere Sponsoren uns mit Zustiftungen und Spenden unterstützen“, sagt Ralf-Hellmar Gerl.

Die Stiftung soll dazu beitragen, die medizinische Versorgung zu verbessern. Dies kann unmittelbar durch eigene Projekte, aber auch mittelbar im Wege der Förderung anderer gemeinnütziger Einrichtungen erfolgen.

Ehrenamtliche Arbeit

Dazu gehört auch die Motivation der Ärzteschaft und deren Mitarbeiter sich in diesem Bereich ehrenamtlich zu engagieren. Die Stiftung ist mit einem Anfangsvermögen von 200.000 Euro im Gründungsjahr 2019 ausgestattet und wird in den folgenden zehn Jahren kontinuierlich jedes Jahr um 20.000 Euro erhöht. Die Stiftung soll bis zum 31. Dezember 2039 bestehen und das Vermögen gleichmäßig während ihrer Laufzeit verbrauchen.

Die Stiftung „Besser Sehen!“

  • „Besser Sehen!“, gemeinnützige Stiftung Gerl ist die fünfte Verbrauchs-Stiftung im Regierungsbezirk Münster und die fünfte Stiftung in Ahaus. Im Regierungsbezirk Münster gibt es 660 Stiftungen.
  • Gerade in Zeiten niedriger Zinsen ist laut Pressemitteilung der Bezirksregierung die Verbrauchsstiftung für manch einen eine willkommene Alternative zur klassischen Stiftung, der sogenannten Ewigkeitsstiftung.
  • Während eines begrenzten Zeitraumes (mindestens zehn Jahre) verbraucht sie ihr Vermögen, um den Stiftungszweck zu erfüllen.
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