Neue Trafostation steht: Bauhindernis für Innenstadttangente wird beseitigt

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Als aufwändig hat sich die Verlegung der Trafostation am Beckers Brink erwiesen. Nun können weitere Bauschritte für die geplante Innenstadttangente folgen. Zum Beispiel eine Friedhofsmauer.

Ahaus

, 27.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ende 2018 berichtete Richard Bömer als Fachbereichsleiter Tiefbau und Entsorgung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung über die Planungen zur sogenannten Innenstadttangente. Zur Erinnerung: Diese Tangente soll die Wallstraße entlasten und die Innenstadt vom Durchgangsverkehr „befreien“. Der erste Bauabschnitt zwischen Schlossstraße und Beckers Brink ist 2017 erstellt worden, der zweite Abschnitt zwischen den Straßen Beckers Brink und Zum Rotering steht noch aus.

Ursprünglich sollten die weiteren Arbeiten 2019 und 2020 über die Bühne gehen, nun sind allerdings erst vorbereitende Maßnahmen getroffen. Als „kostenintensiv“ hatte Bömer die Versetzung der Trafostation am Beckers Brink vor knapp zwei Jahren tituliert, sie stelle ein „Hindernis im Baufortschritt“ da.

„Die Verlegung wurde in einem ersten Schritt nun durch die Stadtwerke vorgenommen“, berichtet Anna Reehuis, Pressesprecherin der Stadt Ahaus, nach Rückfrage bei Richard Bömer. Die neue, nunmehr weiße Station liegt einige Meter weiter im Beckers Brink, die alte im roten Klinkerstein wird demnächst weichen. Gerade im Innenstadtbereich ist eine derartige Verlegung ein aufwändiger Prozess.

Trafostation muss Straßenverlauf weichen

Damit könne im nächsten Schritt der Bau der Friedhofsmauer analog zu derjenigen am neuen Friedhof an der Straße Zum Rotering angegangen werden, so Reehuis. Darauf folgen der Ausbau der Parkplätze am Friedhof und der Straßenbau. Für Aufsehen hatten die Arbeiten an der Trafostation im Oktober 2019 gesorgt. Bauarbeiter waren auf zahlreiche menschliche Knochen gestoßen. Die Gebeine wurden im März 2020 bestattet.

Die Trafostation am Beckers Brink wurde um einige Meter verlegt. Ein aufwändiger Prozess, der sich seit November 2019 hingezogen hat. Die alte Station (l.) wird bald abgerissen.

Die Trafostation am Beckers Brink wurde um einige Meter verlegt. Ein aufwändiger Prozess, der sich seit November 2019 hingezogen hat. Die alte Station (l.) wird bald abgerissen. © Michael Schley

Die Planung sieht eine sechs Meter breite Fahrbahn vor sowie einen zwei Meter breiten und einseitigen Gehweg vor. Der Raum an der Friedhofswand entlang sei für einen eigenen Gehweg zu beengt gewesen, hatte Richard Bömer im Dezember 2018 erklärt. Als Gehweg-Ersatz soll der auf der westlichen Seite des Friedhofs vorhandene Weg ausgebaut und beleuchtet werden. Er führt direkt auf den Kindergarten St. Marien zu.

Zeithorizont noch nicht abzuschätzen

Die unter Denkmalschutz stehende Grabanlage der Familie Oldenkott bleibt in Gänze von den Bautätigkeiten unberührt. Erhalten bleibt die alte Amerikanische Roteiche an der Einfahrt vom Beckers Brink. Die neue Straße soll links und rechts um die Baumscheibe der Eiche herumführen. Versetzt werden musste aber die Trafostation – so wie nun geschehen.

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Die Stadt kalkuliert mit Gesamtkosten in Höhe von rund 650.000 Euro. Einen exakten Zeithorizont für die Beendigung der Maßnahme konnte Anna Reehuis noch nicht konkret benennen.

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