Neuer Ahauser Pop- und Rock-Chor: Niederländer will mit „modernem Ansatz“ punkten

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Die Ahauser Chor-Landschaft erhält demnächst Zuwachs. Henk-Jan-Bloemendaal gründet einen Pop- und Rock-Chor. Die erste Probe findet noch in diesem Monat statt.

Ahaus

, 09.01.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bestens gelaunt kommt Henk-Jan Bloemendaal mit seiner Frau Marjolein zur Redaktion der Münsterland Zeitung. Im Gepäck hat er große Pläne. Denn der Niederländer möchte seinen lange gehegten Traum von einem Pop- und Rock-Chor in Ahaus endlich in die Tat umsetzen. Und das Ziel ist greifbar nah. „Im Prinzip kann es losgehen“, sagt der Niederländer strahlend. Die erste Probe hat er schon datiert: Mittwoch, 22. Januar, von 19.30 Uhr bis 22 Uhr im Saal der Gaststätte Möllers, Wallstraße 28. Hier sollen alle Interessierten reinschnuppern können.

Die vergangenen Wochen hat der studierte Musiker damit verbracht, die organisatorischen Dinge zu klären. Zunächst klopfte er bei seinen Kontakten ab, ob generell das Interesse an einem weiteren Chor in Ahaus vorhanden ist. „Die Resonanz war durchweg positiv. Ich glaube, gerade die jungen Leute haben richtig Lust auf Pop- und Rock-Musik“, sagt Jan-Henk Bloemendaal.

Eine Location hatte er schnell gefunden. „Der Saal in der Gaststätte Möllers ist perfekt für uns. Denn wir brauchen schon ordentlich Platz“, sagt er. Denn seine Ambitionen sind groß: „Ich könnte mir vorstellen, dass wir irgendwann Platz für circa 100 Sänger und Sängerinnen brauchen.“

Moderner Ansatz soll Arbeit und Spaß verbinden

Sein Optimismus kommt nicht von ungefähr. Rund zehn Chöre betreut er aktuell in Deutschland und den Niederlanden. Unter anderem in Vreden, Rheine und Neuenkirchen. In seinem Heimatland ist er als Dirigent vierfacher Gewinner des landesweiten Chorwettbewerbes und verfügt über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrungen in der Arbeit mit Chören.

Den Grund für seinen Erfolg sieht Henk-Jan Bloemendaal in seinem, wie er es nennt, „modernen Ansatz“. „Die Menschen singen gerne das, was sie auch gerne privat hören. Hits von Weltstars oder großen Bands. Deshalb lege ich immer ein Buch aus, in das die Mitglieder ihre Song-Wünsche eintragen können“, erklärt der Musiker.

Auch dem sozialen Aspekt räumt er eine große Rolle ein: „Chor-Arbeit muss gesellig sein. Die Menschen arbeiten tagsüber; abends wollen sie sich entspannen und Spaß haben.“ Deshalb probt der neugegründete Pop- und Rock-Chor auch nur alle 14 Tage. „Dann wird die Vorfreude wieder richtig geweckt und man gerät nicht in einen Trott“, so Bloemendaal. Ziel ist es auch, schon relativ früh erste öffentliche Auftritte zu ermöglichen.

Kein endloses Üben von den gleichen Passagen

Modern sollen auch die Methoden sein, die im neuen Chor angewandt werden. Der Chorleiter erklärt: „Ich halte nichts vom endlosen Üben der immer gleichen Passagen. Mein Ziel ist es, dass die Gruppe leicht und locker Fortschritte macht. Natürlich gehört auch Arbeit dazu, aber in erster Linie sollen alle gemeinsam Spaß haben.“ Anders als bei klassischen Chören sollen die Mitglieder bei Proben und Auftritten auch nicht nach Stimmenlagen geordnet stehen, sondern bunt gemischt.

In Vreden leitet Henk-Jan Bloemendaal seit einem halben Jahr den Chor und freut sich über viel Zuspruch. Gesungen werden hier echte Klassiker wie „Bohemian Rhapsody“ von Queen oder eine moderne Interpretation des Metallica-Hits „Nothing else matters“. „In Vreden singen schon einige Ahauser. Von denen weiß ich, dass allein in ihrem Freundeskreis ein großes Interesse besteht“, sagt der Niederländer.

Interessenten können sich telefonisch oder per Whatsapp bei Henk-Jan Bloemendaal melden: +31 623718682 (niederländische Nummer). Die zweite Probe findet am Mittwoch, 5. Januar, statt.

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