Neues Gerätehaus soll an Barler Straße

Feuerwehr Wüllen

Das 1956 gebaute Gerätehaus des Löschzuges Wüllen erfüllt die Mindeststandards nicht mehr. Es gibt etliche Kritikpunkte.

WÜLLEN

, 05.10.2017, 18:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die rot markierte Fläche zeigt den geplanten neuen Standort des Feuerwehrgerätehauses in Wüllen.

Die rot markierte Fläche zeigt den geplanten neuen Standort des Feuerwehrgerätehauses in Wüllen.

Das 1956 gebaute Feuerwehrgerätehaus an der Friedmate in Wüllen entspricht schon lange nicht mehr gängigen Standards. Ein Neubau soll her, da sind sich alle Beteiligten einig. Die Stadt hat jetzt nach längeren Verhandlungen auch ein entsprechendes Grundstück gefunden: an der Stadtlohner Straße/Ecke Barler Straße.

Das landwirtschaftlich genutzte Gelände ist gut 5600 Quadratmeter groß. Es zählte zu den vier möglichen Standorten für den Neubau, die auf Vorschlag der Wehr von der Verwaltung unter die Lupe genommen worden waren (wir berichteten). Alle Alternativen liegen an der Stadtlohner Straße – „doch nur hier war die Eigentümerin bereit, die Fläche zu veräußern“, erklärte Walter Fleige vom Fachbereich Stadtplanung jüngst im Ausschuss für Stadtentwicklung.

Nächster Schritt

Am kommenden Mittwoch, 11. Oktober, soll der Rat den nächsten Schritt zur Realisierung des Projektes gehen und die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschließen. Ein neues Gerätehaus in Wüllen steht schon länger auf der Wunschliste der Feuerwehr. Auch im Brandschutzbedarfsplan von 2016 wird auf die Notwendigkeit eingegangen. Gründe gibt es einige. 

Christian Kruthoff, Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Wüllen, nennt am Donnerstag im Gespräch mit unserer Zeitung zum Beispiel zu geringe Durchfahrtshöhen für Fahrzeuge unter den Toren, zu enge Stellplätze, einen zu kleinen Schulungsraum und viel zu wenig Parkplätze für die anrückenden Einsatzkräfte. Der Löschzug Wüllen zählt aktuell 56 aktive Feuerwehrleute.

Kritische Bewertung

Das über 60 Jahre alte Gerätehaus erfüllt die Mindeststandards nicht mehr. Das gilt insgesamt für die Schulungs-, Sozial- und Sanitärräume sowie für Arbeitsschutz- und sicherheitsrelevante Belange. Es gibt zum Beispiel keine getrennten Sanitäreinrichtungen für weibliche und männliche Feuerwehrangehörige.

Kritisch bewertet wird von der Verwaltung die Lage des alten Gerätehauses neben der Schule und dem Kindergarten. „Wir sind von den Einrichtungen eingekreist“, verdeutlicht Christian Kruthoff. Dadurch könne es bei einem Einsatz zu Schulzeiten zu einer Gefährdung für die Schüler kommen. Zusätzlich sorge der Bring- und Abholdienst der mit ihren Autos an der Schule vorfahrenden Eltern für Probleme. Das Erreichen des Gerätehauses und das Ausrücken mit den Löschfahrzeugen werde den Feuerwehrleuten erschwert.

Rat soll entscheiden

Wie der geplante Neubau im Detail aussehen soll, damit hat sich der Löschzug noch nicht befasst. „Wir warten erst einmal, bis der Rat entschieden hat“, erklärt Kruthoff. Gleichwohl müsse bei der Planung nicht bei Null angefangen werden. „Der Bau könnte sich von der Gestaltung an das neue Gerätehaus in Wessum anlehnen.“ Kruthoff rechnet damit, dass das neue Gerätehaus – alle notwendigen Beschlüsse vorausgesetzt – 2019 in Betrieb geht.

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