„Old Ladies“ vom Ottensteiner Ghana-Kreis auf „Staatsbesuch“ bei Stammesführern

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Seit knapp zwei Wochen sind Aktivisten des Ghana-Kreises in Bulenga-Chaggu zu Gast. Sie berichten über Begegnungen mit Stammeshäuptlingen, das Pfarrgemeindejubiläum und große Dankbarkeit.

Ahaus

, 22.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über zahlreiche Begegnungen mit den Bewohnern der Ottensteiner Partnergemeinde Bulenga-Chaggu wissen Marianne Jessing, Mechthild Gerwing und Ida und Werner Nabbefeld zu berichten. Seit dem 11. November bereisen die Aktivisten des Ghanakreises St. Georg die Pfarrgemeinde im Norden des westafrikanischen Landes (wir berichteten).

Zur Halbzeit schicken Marianne Jessing und ihre Mitstreiter einen Gruß und berichten von ihren Erlebnissen: „Wir grüßen ganz herzlich aus dem heißen Bulenga-Chaggu“, schreibt Marianne Jessing, „nach einer Fahrt von 13 Stunden von Accra nach Bulenga-Chaggu sind wir von einer Gruppe von Kindern singend und tanzend empfangen worden. Sie begleiteten uns den Rest des Weges bis zur Missionsstation“.

Freundliche Begrüßung

Auch das Partnerschafts-Komitee der Pfarrgemeinde St. Augustine wartete an der Missionsstation bereits, um seine deutschen Besucher gebührend zu begrüßen, während die Kindergruppe freudig weiter sang und tanzte. „Wir freuten uns, viele bekannte Gesichter wiederzusehen und auch für uns war alles schnell wieder sehr vertraut“, so Marianne Jessing.

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Am nächsten Morgen stand ein Besuch bei den Stammesführern und Ältesten in Chaggu und Bulenga auf dem Programm. Solche kleinen „Staatsbesuche“ gehören fest zum Pflichtprogramm, da die Ottensteiner sich auf dem Land der Stämme aufhalten.

„Old Ladies“ zu Besuch

„Der Empfang ist immer sehr freundlich und herzlich und mit großem Dank verbunden. Die Bevölkerung weiß die Hilfeleistung des Ghana-Kreises zu schätzen. Und die Ältesten in Chaggu konnten sich gut an die „Old Ladies“ erinnern, was sie uns durch ein breites Grinsen zeigten“, berichtet die Ottensteinerin.

Beim anschließenden Besuch im Gesundheitscenter wurden die vier Besucher positiv überrascht. Gegenüber ihren Eindrücken beim letzten Besuch haben die Verantwortlichen die Organisation und auch die Pflege der Kranken deutlich verbessert.

„Old Ladies“ vom Ottensteiner Ghana-Kreis auf „Staatsbesuch“ bei Stammesführern

Eingekleidet in traditionelle ghanaische Tracht erlebten die Besucher vom Ghanakreis den Jubiläumsgottesdienst zum 25-jährigen Bestehen der Pfarrgemeinde St. Augustine in Bulenga-Chaggu mit. © privat

„Das zeigt uns, dass das Schicken des medizinischen Materials und der Medikamente hier gut ankommt“, so Jessing. Daher nahmen die Gäste aus dem fernen Deutschland auch gern konkrete Wünsche für die Lieferung der nächsten Hilfsgüter entgegen.

Ein weiteres Hauptanliegen des Ghanakreises ist die Versorgung der Menschen mit frischem Wasser. Deshalb besichtigten die Aktivisten auch die neuen, erst 2019 gebohrten Brunnen und überzeugten sich davon, dass das Wasser auch zuverlässig fließt.

Dankbare Menschen

„Hier durften wir erfahren, wie hocherfreut die Bevölkerung in diesen armen Gegenden über sauberes Wasser ist“, erklärt Marianne Jessing.

Ein weiteres Highlight der Reise war die Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen der Pfarrei St. Augustine. „Es war sehr bewegend!“, schwärmt die Aktivistin, „mit über 400 Teilnehmern – Katholiken, Muslime und Animisten – sowie allen Chiefs aus allen Dörfern der Pfarrei fand der Gottesdienst bei sengender Hitze im Freien statt.“

Kirchenneubau geplant

„Er wurde untermalt von Gesängen, Tänzen und Trommeln. Am Ende der Messfeier sammelten sie für den geplanten Kirchenneubau. Eine äußerst lebendige und aktive Versteigerung sorgte für zusätzliche Einnahmen“, beschreibt die Ottensteinerin die Feierlichkeiten.

Im Anschluss daran bedankten sich die Chiefs und Pfarreimitglieder beim Ghanakreis, indem sie Ida und Werner Nabbefeld, Mechthild Gerwing und Marianne Jessing in die ghanaische Landestracht einkleideten. Jessing überreichte der Pfarrei den Messkelch des verstorbenen Pfarrers Anton Buckebrede, Mitbegründer des Ghanakreises, als Zeichen der Verbundenheit zwischen den beiden Partnergemeinden.

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