Parkouranlage am Rodelberg: Was Kinder und Jugendliche dort künftig erwartet

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Parkour ist laut Wikipedia der effizienteste Weg von A nach B. Bei der Parkouranlage am Rodelberg geht es nicht um Effizienz, sondern um Spaß. 175.000 Euro gibt die Stadt Ahaus dafür aus.

Ahaus

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Für Leuchtturmspielplätze hat die Stadt Ahaus im Jahr 2015 insgesamt 500.000 Euro für fünf Jahre bereitgestellt. Die Parkouranlage am Rodelberg wird mit 175.000 Euro der letzte Baustein sein. Sie soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Frühestens nach der Sommerferien geht es los.

Viele Kinder und Jugendliche konnten bei den Planungen ihre Wünsche nennen. Einige von ihnen verfolgten am Dienstag im Jugendhilfeausschuss im Rathaus, wie der Entwurf der Anlage vorgestellt wurde. Am Ende gab es Applaus von Zuhörern und Ausschussmitgliedern.

Hangeln, schwingen, springen

Klettern, hangeln, schwingen, springen – das alles soll auf dem Rodelberg am Ottensteiner Weg möglich sein. Mit DSGN Concepts, Planungsbüro für urbane Bewegungsräume, wurden Spezialisten beauftragt, die eine beeindruckende Anzahl von Bike-, Parkour- und Skateranlagen entwickelt haben.

Dominik Moos stellte für DSGN den Sport und die Anlage im Ausschuss vor. „Parkour beinhaltet verschiedene Sportarten. Klettern, Turnen, Leichtathletik, Kampfsport, Akrobatik werden zu einem neuen, freien Sport.“ Das Besondere: Es gibt keine Regeln, jeder kann sich bewegen, wie er will. Gefährlich sei es nicht, so Dominik Moos, da es keine Gegner gebe.

Wünsche der Kinder und Jugendlichen wurden berücksichtigt

So individuell wie der Sport ist, so individuell soll die Anlage sein. Hinter dem Fußballplatz und angrenzend an das vorhandene Trampolin wird sich die Parkouranlage in die Böschung einbetten. Dabei wurden viele Wünsche der Kinder und Jugendlichen wie Mauern, Schrägen oder die Möglichkeit zu Präzisionssprüngen berücksichtigt.

Die vier Zonen haben insgesamt zweieinhalb Meter Höhenunterschied.

  • In einem Fallschutzkreis entsteht ein Schwingerbereich mit Stangen und Winkelstützmauern, die, so Dominik Moos, „unendliche Möglichkeiten bieten“.
  • In der Mitte werden verschiedene Würfel aufgebaut. Hier sind Präzisionssprünge möglich mit unterschiedlichen Weiten, sodass Anfänger und Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.
  • In einem dritten Bereich mit fugenlosem Fallschutz wird eine 2,60 Meter hohe Mauer aufgebaut, daneben auch Schrägen für Anfänger.
  • Eine Aufenthaltszone mit Bänken schließt sich an.
  • Im Grünbereich werden Findlinge und Robinienhölzer platziert, auf denen man beispielsweise balancieren kann.

Zu den Leuchtturmspielplätzen, die in den vergangenen Jahren entstanden, zählen der Spielplatz im Schlossgarten und das Freizeitgelände Ork. Aber, so betonte Jugendamtsleiter Wilfried Hollekamp in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses, auch kleinere familiengerechte und behindertengerechte Angebote wurden geschaffen. Auch die Drainage des Rodelbergs wurde so finanziert.

Leuchtturmspielplätze werden gut angenommen

„Die Plätze sind sehr gelungen. Sie werden sehr gut angenommen, auch von Menschen, die nicht in Ahaus leben“, sagte Hollekamp und verwies darauf, dass dazu auch die Beteiligung des Jugendwerks und von Kindern und Jugendlichen beigetragen habe.

Auch wenn die 500.000 Euro jetzt aufgebraucht sind: Es soll weitergehen. Wilfried Hollekamp erklärte am Dienstag: „Wir werden zur nächsten Sitzung am 4. Dezember eine neue Vorlage zur Spielraumunterhaltung erarbeiten.“

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