Pfarrer Stefan Jürgens liest aus seinem Buch: „Ausgeheuchelt!

Autorenlesung

Pfarrer Stefan Jürgens liest am 18. Februar in der Josefskirche aus seinem Buch „Ausgeheuchelt! So geht es aufwärts mit der Kirche.“ Jürgens begibt sich darin auf kirchenpolitisches Glatteis.

Ahaus

03.02.2020, 12:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pfarrer Stefan Jürgens liest aus seinem Buch: „Ausgeheuchelt!

Pfarrer Stefan Jürgens liest am 18. Februar in der Josefskirche aus seinem Buch „Ausgeheuchelt! So geht es aufwärts mit der Kirche“. Anschließend ist eine Diskussion vorgesehen. © Gudrun Niewöhner

Stefan Jürgens, Pfarrer in Ahaus und Alstätte und seit 26 Jahren im Dienst der Kirche, liest am Dienstag, 18. Februar, um 19 Uhr in der Josefskirche an der Fuistingstraße aus seinem neuen Buch vor. Anschließend ist eine Diskussion vorgesehen.

In „Ausgeheuchelt! So geht es aufwärts mit der Kirche“ schreibt er, warum auch ihm die Kirche das Glauben schwer macht. „Das alles hat er sich von der Seele geschrieben. Ehrlich, persönlich. Nicht um zu zerstören, sondern um aufzubauen. Er gibt nicht auf, die Sache Jesu ist es ihm wert“, heißt es in einer Pressemitteilung der KFD St. Josef.

Was ihm der Glaube bedeutet

Die Leser erfahren, wie Stefan Jürgens Christ geworden ist. Was ihm der Glaube bedeutet und warum er trotz allem daran festhält – komme, was wolle. Priestersein ist sein Traumjob, und zwar von Beginn seiner Ausbildung bis heute. Freiheit und Gewissen spielen dabei eine große Rolle. Und das große Vertrauen, das ihm die Menschen entgegenbringen.

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Sorgen hat er sich von Anfang an aber auch gemacht. Und hier wird das Buch kritisch. Sorgen über den unerwachsenen Glauben der meisten Christen, das „verschwurbelte Gelaber vieler Amts- und Entscheidungsträger“ und die heillose Geschäftigkeit des kirchlichen Apparats. Diagnose: zu viel Kirche, zu wenig Jesus.

Schein und Sein

Stefan Jürgens beklagt, dass Sein und Schein auseinanderklaffen. Er fragt: Wann ist endlich Schluss mit der Heuchelei? Zölibat und Frauenweihe, Macht und Missbrauch, Klerikalismus und XXL-Gemeinden: Die Reformthemen liegen auf der Hand, der Heilige Geist ringt mit der Kirche, aber die das Sagen haben, hören nicht auf ihn. Sie hören nur auf ihren Korpsgeist, denn sie haben scheinbar Angst voreinander.

Konstruktive Vorschläge

Jedes Kapitel schließt mit konstruktiven Vorschlägen für die Kirche ab. Der Autor begibt sich damit aufs kirchenpolitische Glatteis. Einige werden ihm dafür die Rechtgläubigkeit absprechen. Andere werden sagen: Da schreibt ein Pfarrer, was er wirklich denkt.

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Stefan Jürgens: „Nein, ich gebe nicht auf. Ich lasse mir meine Kirche nicht kaputtmachen. Und, ja, ich fange bei mir selber an. Ich glaube, dass es mit der Kirche aufwärts geht. Da ist noch Luft nach oben!“

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