Politisches Nachtgebet in der Christuskirche

Thema Armut

AHAUS „Armut hat viele Facetten“. Diese Feststellung von Gisela Paus vom Fachbereich Jugend und Soziales war nur eine von vielen traurigen Wahrheiten beim „Politischen Nachtgebet“ am Donnerstag in der Christuskirche.

20.11.2009, 18:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die engagierte Pfarrerin Renate Sturm-Wutzkowsky.

Die engagierte Pfarrerin Renate Sturm-Wutzkowsky.

Auch Aspekte wie die Gesundheitsförderung oder Sprachentwicklung seien oft negative Begleiterscheinungen: „Wenn ein Kind jeden Morgen nur eine Scheibe Toastbrot bekommt, wirkt sich das irgendwann auf seine Gesundheit aus“, so die Pfarrerin. „Kinder sind unser größter Schatz, und den müssen wir hegen.“ Aber die zahlreichen Besucher des „Politischen Nachtgebets“ wurden nicht nur mit traurigen Fakten, sondern auch mit sehr positiven „Hilfsmodellen“ konfrontiert. So berichtete Reinhard van Loh vom Gronauer Hilfsprojekt „Hilfe zum 1. Schuljahr“, das nun bereits im dritten Jahr fortgeführt wird. „Kinderarmut versteckt sich zuhause“, so van Loh. Für viele Familien stelle der erste Schultag des Kindes ein finanzielles Problem dar. Und damit für die Kinder dieser wichtige Tag nicht zum Problem, sondern zum schönen Ereignis werde, habe das Projekt in den vergangenen zwei Jahren über 220 Tornister herausgegeben.

Auch der Sozialdienst katholischer Frauen hat ein solches Hilfsmodell eingerichtet, das so genannte „Kinderkonto“. Davon werden bedürftigen Kindern verschiedenste Hilfestellungen angeboten, angefangen beim Kakaogeld, über den Kauf eines Tornisters bis hin zu Weihnachtsgeschenken. Insgesamt machten die unterschiedlichen Ausführungen deutlich, dass Helfen so leicht sein kann und im Kleinen beginnt.

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