Polizei hebt Drogenplantage an der Tembrinkstraße in Ahaus aus

rnFahndungserfolg

Die Kripo schlug am Dienstagmorgen zu: An mehreren Standorten hob sie Drogenplantagen aus. Unter anderem an der Tembrinkstraße in Ahaus. Vier Personen wurden verhaftet.

Ahaus

, 07.04.2020, 14:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Großeinsatz für Polizei und Technisches Hilfswerk mitten in Ahaus: Am Dienstagmorgen haben Polizeibeamte aus Münster und Helfer des THW in einem Mehrfamilienhaus an der Tembrinkstraße eine Drogenplantage ausgehoben.

Die Durchsuchung der Räume in der ehemaligen evangelischen Schule dort erfolgte koordiniert mit weiteren Durchsuchungen in Bad Bentheim, Horstmar und Gronau.

Polizisten aus Münster beschlagnahmten in den drei Orten etwa 2500 Marihuana-Pflanzen. Sie nahmen drei Männer einer mutmaßlichen Drogen-Bande sowie einen weiteren mutmaßlichen Dealer fest.

Ermittlungen liefen bereits seit Monaten

„Bereits seit Monaten ermittelten die Polizeibeamten im Auftrag der Staatsanwaltschaft gegen die Beschuldigten“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Es besteht der Verdacht, dass sich die Beschuldigten als Bande zusammengeschlossen und auf unterschiedlichen, selbst angelegten Plantagen in nicht geringer Menge Drogen angebaut und anschließend die geernteten Betäubungsmittel gewinnbringend verkauft haben.“ Vor allem in den Niederlanden sollen die Drogen vermarktet worden sein.

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Im Rahmen der Durchsuchung der Wohnungen der Beschuldigten in Gronau sowie der Plantagen in Ahaus und Bad Bentheim stellten die Beamten neben den Marihuana-Pflanzen auch Waffen und etwa 1.500 Ecstasy-Tabletten sicher. Die Plantage in Horstmar und eine weitere in Bad Bentheim waren erst zur Bepflanzung vorbereitet. Dort hätten noch einmal jeweils 1.500 Cannabispflanzen angebaut werden können.

Insgesamt vier Festnahmen

Drei mutmaßliche Mitglieder der Drogen-Bande aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden nahmen die Polizisten fest. Die Staatsanwaltschaft Münster hatte bereits im Vorfeld Haftbefehle erwirkt. Einen weiteren Mann aus Ahaus nahmen die Ermittler wegen des Verdachts des Drogenhandels mit Waffen vorläufig fest.

„Dieser vierte Tatverdächtige soll ebenfalls dem Haftrichter vorgeführt werden“, erläuterte Martin Botzenhardt.

Die Ermittlungen dauern an. So werden auch die Waffen aktuell noch untersucht. Ob es sich dabei um scharfe Waffen oder Schreckschusswaffen handelt, mochte Martin Botzenhardt am Dienstagmittag auf Nachfrage noch nicht näher eingrenzen.

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