Prozess: Handwerker schauten nach Pleite in die Röhre

Mammutverfahren gegen Bauträger

Ein schillernder Geschäftsmann (57) aus Ottenstein steht im Zentrum eines wahren „Mammut-Verfahrens“, das am Montag am Landgericht Münster begonnen hat. Es geht um falsche Baurechnungen, Lügen und Taschenspieler-Tricks. Gesamtschaden: mehrere hunderttausend Euro.

AHAUS/MÜNSTER

von von Martin von Braunschweig

, 16.04.2012, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mithilfe von Bekannten aus Stadtlohn, Ottenstein und mehreren Ruhrgebietsstädten soll er einfach weiter Bauträgerfirmen betrieben haben. Die Männer und Frauen sitzen nun mit auf der Anklagebank. Denn laut Staatsanwaltschaft bauten die Firmen Eigenheime, wobei allen Beteiligten klar gewesen sein soll, dass die erforderlichen Handwerker-Leistungen niemals vollständig beglichen werden würden. Sanitärunternehmen aus Gronau blickten am Ende ebenso wütend in die Röhre wie Elektriker und Fußbodenbauer aus Bocholt. Das Geld, das von den Häuslebauern an die Unternehmen gezahlt wurde, hoben die Angeklagten angeblich lieber bar ab und verprassten es für private Bedürfnisse. 

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